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17.03.2017 Auf einen Blick Profis Tobias Braun

"Ihre Verunsicherung ausnutzen!"

28. Spieltag: SC Paderborn

Keine Zeit zum Verschnaufen! Teil drei der Englischen Woche, am morgigen Samstag ist der SSV Jahn in Westfalen beim SC Paderborn zu Gast. Nach der ersten Pleite 2017 gilt es für die Mannen von Cheftrainer Heiko Herrlich eine neue Serie zu starten und die letzten fünf Punkte für den Klassenerhalt einzufahren. Anpfiff in der Benteler-Arena ist um 14 Uhr.

 

Die Jahnelf:

Die Serie ist gerissen. Seit neun Spielen und erstmals in der Rückrunde ging der SSV Jahn Regensburg wieder als Verlierer vom Platz. "Die letzten beiden Spiele haben gezeigt, dass wenn wir nur ein bisschen nachlassen, das dann direkt bestraft wird", zeigt Trainer Heiko Herrlich auf. (Die komplette Pressekonferenz folgt) Doch seine Mannschaft wird nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern Gas geben, um weiter Punkte für den Ligaerhalt zu sammeln und eventuell eine neue Serie zu starten. "Ich denke, dass wir nach wie vor mit breiter Brust dahin fahren und voller Selbstbewusstsein auftreten können!", so Herrlich. Anders als der morgige Gegner: "Wir müssen deren die Verunsicherung ausnutzen!" Doch leicht wird auch das Spiel beim SCP nicht: "Paderborn ist technisch unheimlich stark, bei Standardsituationen müssen wir hellwach und gewappnet sein", fordert er.

 

Der Gegner:

Die Fans des SC Paderborn sind nicht zu beneiden. Vor zweieinhalb Jahren waren sie noch Tabellenführer der Bundesliga, nach zwei Abstiegen in Folge droht ihnen mittlerweile sogar der Fall von der ersten in die vierte Liga. Derzeit ist der SCP Tabellenvorletzter mit bereits drei Punkten Rückstand auf das rettende Ufer. Doch der Jahntrainer warnt: "Vor der Saison habe ich Paderborn als Aufstiegsfavoriten genannt, zusammen mit Duisburg, Frankfurt und auch Münster. Jetzt könnte man mich fragen, ob ich denn überhaupt keine Ahnung habe, aber ich sehe sie trotzdem mit Qualität gesegnet: Spieler wie zum Beispiel Piossek oder Kruska, die ich in der U19 von Borussia Dortmund trainiert habe, verfügen über Qualität. Sie schaffen es nur irgendwie nicht, ihre PS auf die Straße zu bekommen, irgendwo steckt der Wurm." Dass Paderborn-Coach Emmerling zur Diskussion steht, schenkt Herrlich keinerlei Beachtung: "Angeschlagene Boxer sind brandgefährlich! Eventuell brennen sie morgen ein Feuerwerk ab, aber es bringt ja nichts, sich so viel mit ihnen zu beschäftigen. Wichtig ist, dass wir an die 100 Prozent unseres Leistungsvermögens kommen!"

 

Der Kader:

Leider führt sich diese eine Serie fort, erneut gibt es nach einem Drittligaspiel einen neuen Ausfall zu beklagen: Uwe Hesse hat gegen Zwickau einen Schlag abbekommen und fällt in Westfalen mit einer Sprunggelenksverletzung aus. Auch auf Andreas Geipl muss die Jahnelf verzichten, der Mittelfeldmotor sah seine zehnte gelbe Karte und ist gesperrt. Wie er Geipl ersetzen möchte, wollte Heiko Herrlich noch nicht verraten, allerdings gebe es diverse Optionen: "Es gibt die Überlegung Marvin Knoll nach vorne zu schieben und Ali Odabas, der auf seinen Einsatz brennt, in der Innenverteidigung spielen zu lassen." Zwei Personalien ließ sich der Jahn Trainer trotzdem entlocken: "Jann George wird wieder von Beginn an spielen, außerdem wird Benedikt Saller auf der rechten Verteidigerposition auflaufen. Ich möchte Marcel Hofrath nach seiner sechswöchigen Verletzungspause nicht ins dritte Spiel binnen einer Woche reinjagen. Das hat keine Leistungsgründe, ich möchte einfach nur kein Risiko eingehen." Auf der Ausfallliste stehen weiterhin Hein, Dzalto, Urban, Paulus, Lerch, Schöpf und Kopp. Palionis soll in der U21 Spielpraxis sammeln. Dennoch: "Ich bin positiv und optimistisch, dass wir eine gute Mannschaft auf dem Platz haben werden."

 

Das Hinspiel:

Das 3:0 in der Hinrunde war bisher, neben dem Auswärtsspiel in Chemnitz, der höchste Saisonsieg. Marco Grüttner brachte den SSV per Kopf mit 1:0 in Führung, Jann George sorgte mit einem Doppelpack für die komfortable 3:0-Pausenführung. Während dem Jahn in diesem Spiel alles gelang und er das Ergebnis durchaus noch höher hätte stellen können, erwischten die Westfalen einen rabenschwarzen Tag. Es war der erste Sieg nach zuvor fünf sieglosen Liga-Partien für die Rothosen sowie dem Doppel-Aus in den Pokalwettbewerben; ein kleiner Befreiungsschlag.

 

Zahlenspiele:

  • Die Jahnelf spielt als beste Offensive der Liga (42 Tore) bei der schlechtesten Defensive (45 Gegentreffer).
  • Paderborn kassierte zuletzt 5 Niederlagen in Folge.
  • Der 3:0-Hinspielsieg war der allererste Sieg des SSV gegen Paderborn überhaupt - an der Pader gab es also noch keinen Sieg. Die Bilanz gegen den SCP: 5 Spiele, 1 Sieg, 1 Unentschieden, 3 Niederlagen, 4:9 Tore.
  • Mit nur 13 Punkten ist Paderborn die schlechteste Heimmannschaft.

 

Sei live dabei:

Neben der Möglichkeit, die Partie live in der Paderborner Arena zu sehen, können die Jahnfans das Auswärtsspiel auch von zuhause aus per Liveticker oder via Turmfunk verfolgen.

 

 

In Paderborn will die Jahnelf wieder jubeln - fünf Punkte fehlen noch. Foto: Gatzka

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