Der SSV Jahn ist erfolgreich in die neue Spielzeit 2026/27 gestartet: Bei Viktoria Köln siegten die Regensburger mit 5:2 (2:0). Einem Doppelpack von Lucas Hermes (28., 38.) folgten die Torschützen Adrian Fein (58.), David Philipp (66.) und nochmal Fein (74.). Die Hausherren traf zum zwischenzeitlichen 1:2 und 2:5.
Die Vorfreude auf den Start in die neue Saison 2026/26 war schon einige Tage zuvor spürbar. Jahn Chef-Trainer Sascha Hildmann sprach davon seine Jungs „endlich von der Kette zu lassen“. Bei der Viktoria aus Köln musste er dabei auf den angeschlagenen Benedikt Saller (Reizung im Sprunggelenk), Marco Wörner (Außenbandverletzung) sowie die Langzeitverletzten Florian Dietz (Schulter) und Davis Asante (Kreuzbandriss) verzichten. Auch der erkrankte Nico Oliveira stand nicht zur Verfügung. Im Tor stand HSV-Leihgabe Hannes Hermann, vor ihm formierte sich eine Viererkette aus Bene Bauer, Leopold Wurm, Kapitän Felix Strauss und Oscar Schönfelder. Das zentrale Mittelfeld bekleideten Adrian Fein und Erik Majetschak. Über die Flügel sollten David Philipp und Nassim Boujellab für Unruhe sorgen und in der Sturmzentrale starteten Patrick Hobsch und Lucas Hermes.
Früher Schockmoment und Hermes-Doppelpack
Bei sommerlichen Temperaturen im Sportpark Höhenberg übernahmen die Hausherren zunächst den Ballbesitz ohne ins große Risiko zu gehen. Beide Teams tasteten sich in den ersten Minuten ab. Dann sorgte ein zu kurz gespielter Rückpass auf Keeper Hermann für den ersten Aufreger. Der Viktorianer Castelle schnappte sich vor dem herauseilenden Schlussmann den Ball und hatte das freie Tor vor sich. Auf der Linie klärte Jahn Innenverteidiger Leopold Wurm aber noch entscheidend zum Eckball (7.). Auch der folgende Standard zwang die Jahn Defensive einzugreifen, nach einem Abpraller konnte jedoch geklärt werden. Damit sollte die gesamte Jahnelf vorgewarnt sein. Spätestens Erik Majetschaks Grätsche gegen David Otto, die mit Gelb geahndet werden sollte, war ein Weckruf (10.). Die Jahnelf musste sich sichtlich in das Spiel arbeiten. Über Tempogegenstöße, beispielsweise über Nassim Boujellab (15.), zeigte sich der Jahn offensiv. Die erste Gelegenheit hatte dann Lucas Hermes. Ein Pressingmoment sorgte für einen verunglückten Abschlag, der bei unserer Nummer 27 landete. Hermes hob den Ball über den Keeper hinweg auf die Latte (17.). Vor der angesetzten Trinkpause bekam Castelle für die Gastgeber am langen Pfosten eine aussichtsreiche Möglichkeit, doch der Volley versprang ins Aus (25.). Die kurze Unterbrechung sollte der Jahnelf guttun. Nach einer Rückenablage von Hobsch, einem starken Sprint am Verteidiger vorbei und einem noch präzisieren Schuss ins lange Eck ließ Hermes die Regensburger jubeln und traf zur Führung (28.). Noch vor dem Pausenpfiff musste Trainer Hildmann reagieren und brachte für den gelb-vorbelasteten Majetschak, Sascha Hingerl in die Partie (34.). Umschaltsituationen blieben heute das Mittel der Wahl. Eine Seitenverlagerung von Bene Bauer auf Lucas Hermes brachte ihn in eine Eins-gegen-Eins-Situation. Der Torschütze zum 1:0 zog zum Sprint an und legte die Kugel über den Innenpfosten ins Tor der Kölner – 2:0 (38). Ohne weitere Aufreger ging es in die Kabinen.
Anschlusstreffer entfacht offensive Spielfreude
Für den SSV Jahn ging es personell unverändert in die zweite Hälfte. Der zweite Durchgang lief auch gemächlich an. Bis eine Kilian-Flanke von Hingerl unglücklich in die Mitte geklärt wurde, wo Castelle zum 1:2 verkürzen konnte (53.). Wie ging die Jahnelf mit diesem Rückschlag um? Adrian Fein chipt clever auf Hermes, der das Auge für den Mitspieler bewies. Über Boujellab gelangte der Ball wieder auf Fein, der trocken vom Strafraum abzog und Schulz im Tor keine Chance ließ (58.). Das sollte den alten Vorsprung wiederherstellen. Das sorgte nicht nur bei den mitgereisten Jahnfans für gute Laune, auch das Team von Sascha Hildmann wurde spielfreudiger. Eine Balleroberung von Fein schnappte sich David Philipp, ließ leichtfüßig zwei Gegner stehen und überließ Boujellab den Abschluss. Sein Schuss aus gefährlicher Position konnte noch geblockt werden (64.). Dass dieses 3:1 die Jahnelf beflügelte zeigte sich wenig später erneut: Einen Freistoß im Mittelfeld führte Fein schnell auf und bediente Ex-Viktorianer Philipp. Der Jahn Neuzugang blieb vor dem Gehäuse cool und schob ins lange Eck ein – 4.1 (66.). Doch das sollte es noch nicht gewesen sein an diesem Nachmittag in Köln. Der Doppelpacker Hermes eroberte sich den Ball, lief in den Strafraum und wurde niedergerungen – Strafstoß. Die Kugel schnappte sich Fein und erzielte auch seinen zweiten Treffer des Tages zum 5:1 (74.). Doch auch die Viktoria steckte nicht zurück. Einen gefährlichen Querpass verpasste Jakob frei vor Jahn Keeper Hermann (79.). Die Hausherren kamen auch noch zu einem Treffer. Der eingewechselte Maboulou besorgte das 5:2 (83.). Auch ein mögliches 5:3 hätte noch fallen können, hätte David Otto den Ball aus kurzer Distanz eingeschoben (89.). Da dies nicht passierte, endete der erste Spieltag mit einem fulminanten 5:2-Sieg für den SSV Jahn. Ein Erfolg, der weiter Selbstbewusstsein geben kann. Kommenden Sonntag (16.08.) steigt um 16.30 Uhr das erste Heimspiel im Jahnstadion Regensburg. Der 1. FC Saarbrücken ist zu Gast.
FC Viktoria Köln - SSV Jahn Regensburg 2:5 (0:2)
Viktoria Köln: Schulz - Fallmann (46. Gueye), Sponsel, Eisenhuth, Kloss (89. Boboy), Jakob - Duman (65. Maboulou), Swider - Castelle (65. Prokopenko), Wolf (83. Jahn), Otto
SSV Jahn Regensburg: Hermann - Bauer, Strauss, Wurm, Schönfelder (80. Ziegele) - Fein, Majetschak (32. Hingerl) - Philipp (76. Stolze), Boujellab - Hobsch (80. Seibold), Hermes (76. Posselt)
Tore: 0:1 Hermes (28.), 0:2 Hermes (38.), 1:2 Castelle (53.), 1:3 Fein (58.), 1:4 Philipp (66.), 1:5 Fein (74. Foulelfmeter), 2:5 Maboulou (82.)
Zuschauer: 3.267
Schiedsrichter: Lennart Kernchen (Hannover)






























































































































































































































