Es ist Pokalwoche: Am Samstag (28.03.) steigt das Halbfinale im bayerischen Landespokal. Der SSV Jahn empfängt den TSV 1860 München. Mit einem 0:4 im Testspiel sowie dem 4:0 im Hinrundenspiel treffen die beiden Teams nicht nur das bereits dritte Mal in dieser Saison aufeinander, auch die Bilanz ist damit absolut ausgeglichen. Wie die Jahnelf in dieses Duell geht und wer als verantwortlicher Trainer an der Seitenlinie steht, lest Ihr hier im Vorbericht. Seht Ihr hier den JAHN TALK vor der Partie.
Die Jahnelf
Der SSV Jahn kommt zwar aus einem fulminanten 5:2-Sieg gegen den TSV Havelse, ist sich aber den anderen Vorzeichen des Toto-Pokals bewusst. Den Rückenwind und das Selbstvertrauen nimmt die Elf von Interimstrainer Munier Raychouni sicherlich gerne mit. “Wir waren sehr effektiv, sind aber nicht ganz ideal in unser Spiel gekommen”, moniert der 39-Jährige selbstkritisch. Raychouni bleibt in seinen Auftritten an der Seitenlinie weiter ohne Niederlage und wird auch am Samstag als Interimstrainer die Jahnelf vorbereiten und einstellen. Mit dem DFB konnte sich darauf verständigt werden, kommende Woche eine formal korrekte Lösung zu präsentieren.
Das Halbfinale im bayerischen Landespokal ist ein Highlight, eine andere Herangehensweise wählt Raychouni nicht zwangsweise: “Wir gehen mit der gleichen Professionalität, dem gleichen Fokus und voller Konzentration in die Vorbereitung auf diese Partie und wissen gleichzeitig, dass es ein anderes Spiel werden wird.” Auch aufgrund einer veränderten Personallage und Form erwartet der Jahn Interimstrainer keine Wiederholung der Hinrunden-Begegnung. Der Mannschaft muss er dennoch keine Portion Extra-Motivation einimpfen. “Es wird eine tolle Stimmung herrschen und Pokal ist immer etwas besonderes. Die Spieler sind professionell und ich muss ihnen die Bedeutung der Partie nicht tagtäglich vor Augen führen”, so Raychouni im “Jahn Talk”.
Hinter Wackelkandidat Felix Gebhardt (Blessur am Oberschenkel), der gegen Havelse pausieren musste, steht weiter ein Fragezeichen. Die Trainingseinheiten am Ende der Woche sollen Klarheit über seine Verfassung liefern. Ebenfalls das letzte Heimspiel verpasste Sebastian Stolze. Der Außenbahnspieler leidet an Hüftproblemen und wird auch im Pokalspiel fehlen. Auch Sascha Hingerl (Muskel) und Jakob Seibold (Schulter) sind noch keine Option. Auf zwei Rückkehrer kann Raychouni wieder zurückgreifen. Robin Ziegele und Julian Pollersbeck könnten in den Kader zurückkehren.
“Der TSV 1860 München besitzt eine hohe individuelle Qualität. Trainer Kauczinski hat es geschafft, aus den Individualisten eine funktionierende Mannschaft zu formen. Das bestätigt die Formtabelle. Sie sind ein reifes Team, das nur wenige Chancen für Tore braucht. Wir wollen mit der gleichen Professionalität und Konzentration in das Spiel gehen. Es wird eine tolle Stimmung im Jahnstadion Regensburg herrschen und wir sind uns der Bedeutung bewusst.”
- Jahn Interimstrainer Munier Raychouni im Jahn Talk
Zum Gegner TSV 1860 München
Der TSV 1860 München träumt wieder von der Rückkehr in die 2. Bundesliga. Nach einer schwächeren ersten Saisonhälfte sind die Löwen mit Hansa Rostock wahrscheinlich mitunter das Team der Stunde in der 3. Liga. Daran änderte auch das bittere 1:2 gegen den MSV Duisburg wenig. Die Niederlage bedeutete nach sechs ungeschlagenen Spielen in Folge den ersten Dämpfer im Aufstiegsrennen. Mit sechs Punkten Rückstand auf den ersten direkten Aufstiegsplatz ist zwar noch alles möglich, es muss dennoch vieles gut gehen für die Münchner.
“Der TSV 1860 besitzt eine Mannschaft, die individuell sehr gut aufgestellt ist. Der Trainer hat es geschafft, aus den Individualisten ein gutes Team zu formen, das zeigt sich an der Formtabelle”, beschreibt es Jahn Trainer Raychouni. Stärken macht er vor allem im kompakten Verteidigen und schnellem Umschalten aus. “So erzielen sie viele Tore.” Auch nach Standardsituationen sind die Löwen brandgefährlich. Für die Jahnelf ist es wichtig, “einen mutigen, offensiven Fußball zu spielen, aber auch defensiv aufmerksam und gut gestaffelt zu stehen”, benennt es Raychouni.
Auch der TSV 1860 misst dem Totopokal eine wichtige Bedeutung bei. Im Finale wartet mit den Würzburger Kickers ein Regionalligist. So rechnet man sich in Giesing gute Chancen aus. Sport-Geschäftsführer Manfred Paula meinte im Vorfeld zur Auslosung: „Mit Regensburg haben wir einen schweren Gegner erwischt, gegen den wir im Punktspiel nicht so gut ausgesehen haben.“, gibt sich aber durchaus selbstbewusst: „Ich bin mir sicher, dass wir diesmal ein anderes Gesicht zeigen und das Spiel entsprechend für uns entscheiden werden.“
Sechzig-Trainer Markus Kauczinski wird voraussichtlich auch keine Experimente wagen. Zu eingespielt präsentiert sich die Achse Torhüter Dähne, Philipp Maier, Kevin Volland und Sigrud Haugen. Im Defensivverbund könnte ein Führungsspieler zurückkehren: Jesper Verlaat ist wieder einsatzbereit. Über eine genaue Ausfallliste haben die Münchner bisher noch keine Angaben gemacht.
Das letzte Duell
Im letzten Aufeinandertreffen vor heimischer Kulisse zeigte die Jahnelf eine rundum überzeugende Leistung und belohnte sich gegen den TSV 1860 München mit einem klaren 4:0-Heimsieg. Nach der hochverdienten Führung durch Lucas Hermes (32.) stand der Jahn defensiv sicher und hielt die Gäste konsequent auf Distanz. In der Schlussviertelstunde nutzte die Mannschaft ihre spielerische Überlegenheit dann konsequent aus: Leopold Wurm nach einem Eckball (75.), Noel Eichinger per Foulelfmeter (81.) und Philipp Müller (86.) sorgten für klare Verhältnisse und große Erleichterung auf den Rängen des Jahnstadion Regensburg.
Interessanter Fakt
Wenn der TSV 1860 München zum Toto-Pokal-Halbfinale im Jahnstadion Regensburg gastiert, erwartet die Fans ein kleines optisches Kuriosum. Obwohl die Fußballer der Münchner untrennbar mit den Farben Himmelblau und Weiß verbunden sind und so auf dem Rasen auflaufen, lauten die offiziellen Vereinsfarben eigentlich Grün und Gold. Diese historische Kombination stammt noch aus der Gründungszeit der Turner und prägt bis heute das bekannte Vereinswappen sowie die anderen Abteilungen des Clubs.
Sei live dabei
Wer sich dieses bayerische Traditionsduell nicht entgehen lassen möchte, wird übrigens bestens versorgt: Aufgrund des zu erwartenden Zuschauerandrangs in Regensburg überträgt der Bayerische Rundfunk (BR) die Halbfinal-Partie für alle Fans live im Free-TV. Wie jeden Spieltag haben außerdem alle Fans die Möglichkeit, das Spiel über die bekannten Kanäle zu verfolgen. Der Live-Ticker berichtet live vom Geschehen auf dem Platz. Auf den Social Media-Kanälen erfahrt Ihr alles, was sonst so dazugehört und auch der Turmfunk überträgt das Heimspiel live aus dem Jahnstadion Regensburg.















































































































































