Englische Woche im Jahnstadion Regensburg: Am Dienstagabend empfängt der SSV Jahn den Traditionsclub FC Erzgebirge Aue. Das Spiel unter Flutlicht (Anpfiff, 19 Uhr) steht ganz im Zeichen der Aktion „Feierabend unter Flutlicht“. Kommt nach der Arbeit direkt ins Stadion und stimmt Euch auf einen spannenden Fußballabend ein. Hier gibt es alle Infos zu den Angeboten. Alles, was Ihr sportlich zu diesem Duell wissen müsst, lest Ihr hier im Vorbericht.
Die Ausgangslage: So steht es um die Jahnelf
Der Start unter dem neuen Cheftrainer Sascha Hildmann verlief am vergangenen Wochenende leider nicht nach Maß. Beim VfB Stuttgart II musste sich die Jahnelf nach späten Gegentoren (alle Treffer fielen ab der 80. Minute) mit 1:3 geschlagen geben. Für Hildmann war es die erste Auftaktniederlage bei einer neuen Profistation. Die Chance auf Wiedergutmachung bietet sich nun jedoch prompt an und das an einem ganz besonderen Datum: Sascha Hildmann feiert am Spieltag seinen 54. Geburtstag und wünscht sich als Geschenk natürlich seinen ersten Dreier als Jahn Coach. Die Vorzeichen dafür stehen statistisch nicht schlecht, denn mit seinem Ex-Club Preußen Münster feierte er in der vergangenen Saison gleich zwei Siege gegen die „Veilchen“ aus Aue. Verzichten muss der Trainer am Dienstag allerdings auf John Posselt. Der Angreifer fehlt aufgrund seiner fünften Gelben Karte. Ein kurioser statistischer Randaspekt: Posselt traf in dieser Saison bereits achtmal (davon sechsmal für seinen Ex-Club Havelse), doch in all diesen acht Partien sprang für sein jeweiliges Team am Ende insgesamt nur ein einziger Punkt heraus. Weiterhin nicht einsatzbereit sind Jakob Seibold (Schulter), Sascha Hingerl (Muskelverletzung), Sebastian Stolze (Hüftprobleme). Eine Rückkehr von Felix Strauss bleibt zunächst offen.
Auf diesen Gegner müssen wir uns einstellen
Der FC Erzgebirge Aue reist in einer sportlichen Krise in die Oberpfalz. Die einst so stolzen „Kumpel“, die als Ostverein mit den meisten Spielen in der 2. Bundesliga eine echte Ära prägten, stehen unmittelbar vor dem ersten Absturz in die Viertklassigkeit der Vereinsgeschichte. Die Zahlen der aktuellen Rückrunde sind alarmierend: Aue ist im Kalenderjahr 2026 noch immer ohne Sieg und holte aus zwölf Partien lediglich zwei von 36 möglichen Punkten. Zuletzt kassierten die Sachsen sieben Niederlagen in Folge. Den absoluten Tiefpunkt erlebte das Team am vergangenen Wochenende beim 3:5 gegen die Zweitvertretung der TSG Hoffenheim, als man nach völlig desolatem Abwehrverhalten bereits nach 29 Minuten mit 0:4 im Rückstand lag. Angesichts von zwölf Punkten Rückstand auf das rettende Ufer könnte der bittere Gang in die Regionalliga für Aue sogar noch in dieser Woche rechnerisch besiegelt werden.
Das letzte Duell: Rückblick auf das spektakuläre Hinspiel
Dass Aue trotz der prekären Lage gefährlich sein kann, bewies das wilde Hinspiel. Es war zweifellos eines der dramatischsten Spiele der gesamten Saison. Nach einem ständigen Hin und Her – Aue führte, der Jahn drehte die Partie, Aue glich kurz vor Schluss zum 3:3 aus – überschlugen sich in der Nachspielzeit die Ereignisse. Zunächst blieb der Jahnelf ein Elfmeter verwehrt, ehe Erik Weinhauer in der sechsten Minute der Nachspielzeit (90.+6) mit seinem einzigen Drittliga-Tor den 4:3-Erfolg für die Hausherren perfekt machte. Auch historisch ist Aue ein unbequemer Gegner: Die Sachsen haben in sechs ihrer letzten sieben Gastspiele in Regensburg gepunktet.
Ein interessanter Fakt: Neuanfang mit Vereinslegenden
Am Ostersonntag kam es zum Beben im Erzgebirge: Um im scheinbar aussichtslosen Kampf gegen den Abstieg zumindest die Identifikation und Geschlossenheit im Verein wiederherzustellen, hat Aue nach dem Hoffenheim-Spiel die Reißleine gezogen und Trainer Christoph Dabrowski entlassen. Mit ihm legte auch Sportchef Michael Tarnat sein Amt nieder. Damit konnte auch der im Februar engagierte Dabrowski die Talfahrt nicht stoppen. Nun übernehmen drei echte Urgesteine das Ruder: Mit dem bisherigen Nachwuchsleiter Khvicha Shubitidze (der Aue 2003 mit seinen Toren erstmals in die 2. Liga schoss) und Jugendtrainer Enrico Kern leiten zwei Vereinslegenden das Training. Unterstützt werden sie bei der Kaderplanung von Ex-Sportdirektor Steffen Ziffert.
Sei live dabei
Wer sich diesen Spieltag nicht entgehen lassen möchte, wird übrigens bestens versorgt: Magenta Sport überträgt die Begegnung im Bezahl-Fernsehen. Darüber hinaus haben alle Fans wie bei jedem Spieltag die Möglichkeit, die Partie über die bekannten Kanäle zu verfolgen. Der Live-Ticker berichtet live vom Geschehen auf dem Platz. Auf den Social Media-Kanälen erfahrt Ihr alles, was sonst so dazugehört und auch der Turmfunk überträgt das Heimspiel live aus dem Jahnstadion Regensburg.
















































































































































