Der SSV Jahn muss am 3. Spieltag eine schmerzhafte Auswärtsniederlage hinnehmen. Gegen die TSG Hoffenheim II setzte es vor 824 Zuschauern eine deutliche 1:5-Niederlage. Die Jahnelf fand keinen Zugang und kein Mittel gegen die spielstarken Talente des Bundesligisten. Schön herausgespielte Tore durch Zor (18.) und Poller (28.) führte zum Pausenrückstand. Ein kurzer Hoffnungsschimmer blitzte durch Lucas Hermes Anschlusstreffer auf (61.). Ein schnelles Gegentor sowie zwei weitere Gegentreffer besiegelten die verdiente Niederlage für den SSV.
Jahn Chef-Trainer Sascha Hildmann bot in diesem kniffligen Auswärtsspiel dieselbe Startelf auf, wie bereits gegen den 1. FC Saarbrücken. Der zuletzt angeschlagene Adrian Fein konnte nach überstandenen muskulären Problemen von Anfang an mitwirken. Auch Hildmanns Pendant, Hoffenheim-Trainer Stefan Kleineheismann, setzte auf Kontinuität. Lediglich Außenverteidiger Spranger, der unter der Woche im DFB-Pokal beim Europa-League-Teilnehmer zum Einsatz kam, rutschte für Theuer in die erste Elf.
Kaum Zugriff und kaum Ballbesitz
Die Anfangsphase gehörte „Hoffe zwo“. Die Hoffenheimer fanden den besseren Zugang und kamen über Dedic (2.) und Zor (6.) zu ersten Abschlüssen. Die Jahnelf war sichtlich gefordert einen Fuß in die Tür zu bekommen. Rund zehn Minuten dauerte es, bis der Jahn offensiv erstmals in Erscheinung trat. Ein Steckpass schickte den schnellen Lucas Hermes auf die Reise, seine Hereingabe auf den mitgelaufenen David Philipp verfehlte ihn nur knapp (11.). Eine Ablage von Patrick Hobsch kurz darauf brachte erneut Philipp brachte in gute Position. Den Ball traf er nicht richtig und bereite aus rund sechzehn Metern dem TSG-Keeper Petersson keine Probleme. Wenig später zwang Hermes diesen erstmals zum Eingreifen (14.). Die Jahnelf kämpfte um in die Zweikämpfe zu kommen, war dann nach rund zwanzig Minuten machtlos. Poller hebelte mit einem Traumpass in die Tiefe die Jahn Hintermannschaft aus. Zor war alleine durch, scheiterte erst mit seinem Lupfer erst am Pfosten, konnte dann aber den Abpraller zur Führung einschieben (18.). Die U23 der TSG spielte reifen Ballbesitzfußball und kombinierte sich auch gut ins letzte Drittel. Wieder war es das Zusammenspiel aus Poller und Zor, der diesmal als Vorlagengeber auftrat. In der Mitte fand er seinen Partner, der das 2:0 machte (26.). Der Jahn fand nicht in seine Duelle, die TSG II ließ den Ball zirkulieren, ohne die Kontrolle abzugeben. So verabschiedete sich die Jahnelf mit einem verdienten zwei Tore Rückstand in die Pause.
Neue Energie hielt nicht lange
Personell reagierte Trainer Hildmann und wechselte doppelt. Stürmer Hobsch und Mittelfeldmann Majetschak blieben für John Posselt und Sascha Hingerl in der Kabine. Posselt trat gleich in Erscheinung, erpresste den Ball und bediente Philipp, der einen Gegenspieler aussteigen ließ und nur knapp am Pfosten vorbeischlenzte (49.). Die Jahnelf war nun deutlich bemühter und ekliger in den Duellen. Ein Eckball brachte die Regensburger kurzzeitg zurück ins Spiel. Lucas Hermes nickte eine Fein-Flanke ein – nur noch 1:2 (60.). Doch die Hoffnung währte nicht lange. Über einen Eckball kam Zor im Rückraum an den Ball und machte seinen zweiten Treffer des Tages (62.). Dann wurde es bitter: Eine Freistoßflanke segelte in den Strafraum, Torhüter Hermann hatte den Ball schon gepflückt und ließ ihn dann doch noch los. Gjasula war in der Mitte Nutznießer und schob ein (69.). Die Hoffenheimer blieben torhungrig. Wagenbach spielte diagonal zu Makanda, der viel Feld vor sich hatte und Hermann im Jahn Tor keine Chance ließ (83.). Das Spiel plätscherte dann dem Ende entgegen.
Ein gebrauchter Tag für den SSV. Eine Chance zur Wiedergutmachung bietet sich dem Jahn schon am kommenden Wochenende. Am Samstag (05.09.) kommt der MSV Duisburg nach Regensburg. Spätestens dann will die Mannschaft von Chef-Trainer Sascha Hildmann ein anderes Gesicht zeigen.
TSG Hoffenheim II – SSV Jahn Regensburg 5:1 (2:0)
TSG Hoffenheim II: Petersson – Moore, Dulic, Lässig, Spranger, Gjasula (82., Dagdeviren), Micheler, Makana, Poller, Zor - Dedic
SSV Jahn Regensburg: Hermann – Schönfelder, Wurm, Strauss, Bauer (81., Saller) – Majetschak (45., Hingerl), Fein – Philipp (66., Dizdarevic), Boujellab (81., Seibold) – Hobsch (45., Posselt)
Spielverlauf: 1:0 Zor (18.), 2:0 Poller (28.), 2:1 Hermes (60.), 3:1 Zor (63.), 4:1 Gjasula (69.), 5:1 Makanda (83.)
Zuschauer: 824
Schiedsrichter: Fabienne Michel

































































































































































































































