Der SV Wehen Wiesbaden gastiert am kommenden Samstag (21.02.) im Jahnstadion Regensburg. Damit trifft der SSV Jahn bereits zum zweiten Mal nach der Relegation 2024 auf die Hessen. Wie sich Wiesbaden im Vergleich zum Hinspiel (0:2) entwickelt haben und welche Rolle dabei Trainer Daniel Scherning spielt, lest Ihr im Gegnercheck.
Es war die Überraschung des vergangenen Spieltags: 6:1 gegen den Tabellenführer Duisburg. Der SV Wehen Wiesbaden setzte mit diesem Ausrufezeichen allerdings seine positive Entwicklung fort. Im Kalenderjahr 2026 ist Wiesbaden noch ungeschlagen, seit der Amtsübernahme von Trainer Daniel Scherning verloren sie nur zwei Spiele. Mittlerweile klopft der SVWW wieder an der Spitzengruppe der 3. Liga an.
Hinspiel: Niederlage macht schwachen Saisonstart perfekt
Seit 11 Jahren hat der SSV Jahn Regensburg nicht mehr gegen den SV Wehen Wiesbaden verloren. Bis zum 6. Spieltag der Saison 2025/26. Auch wenn die Erinnerungen an die gewonnene Relegation 2024 noch frisch waren, hatten die Hausherren die Oberhand. Couragiert verteidigende Regensburger ließen jedoch wenig zu. Zehn Minuten vor dem Halbzeitpfiff dann der kurze Schock: Schiedsrichter Behrens entschied nach einem Strauss-Zweikampf gegen Torjäger Fatih Kaya auf Elfmeter, der Gefoulte vergab anschließend (37.).
Im zweiten Durchgang fand der SSV Jahn erneut wenig Mittel, um die Wiesbadener in Schach zu halten. Gözüsirin erlöste nach Vorarbeit von Lukas Schleimer den SVW (70.). Kurz vor Schluss assistierte dann erneut Schleimer für den eingewechselten Flotho (84.). Nick Seidel zwang in der Nachspiel Keeper Stritzel noch zur Glanzparade (90.+4). Es blieb allerdings beim 0:2.
Wiesbaden unter Trainer Scherning voller Torgefahr
Auf Tabellenplatz 15 wechselte Wiesbaden am 15. Spieltag den Trainer. Für den eher defensiv ausgerichteten Nils Döring übernahm Daniel Scherning. Der 42-Jährige stand zuletzt für Eintracht Braunschweig in der 2. Bundesliga an der Seitenlinie und agiert mit seinem 3-4-3-System deutlich offensiver.
Diese Umstellung macht sich auch in der Torausbeute bemerkbar. Ende Oktober gelangen den Hessen in 12 Spielen nur 15 Tore, unter Scherning sind es doppelt so viele nach ungefähr gleich vielen Spielen. Gerade die beiden Stürmer Fatih Kaya, Drittliga-Torschützenkönig 2024/25, sowie Moritz Flotho haben ihre Durststrecke beendet und treffen wieder. Kaya schoss gegen Duisburg einen Viererpack, Flotho steht im Jahr 2026 bereits bei sechs Torbeteiligungen. Eine weitere Stärke ist die neugewonnene Flexibilität, auch dank starker Nachrücker. Neben Fatih Kaya, der meist auf der linken Angreiferposition gesetzt ist, kann Trainer Scherning aus den verschiedenen Profilen von Lukas Schleimer, Ryan Johannson, Nikolas Agrafiotis und eben besagten Moritz Flotho auswählen.
Stabile Defensive als Grundlage des Aufschwungs
Doch nicht nur vor dem gegnerischen Tor konnte Wiesbaden die Handbremse lösen, auch Defensiv stehen die Hessen stabil. In nur drei Drittliga-Spielen kassierte Wiesbaden mehr als einen Gegentreffer (1:3 gegen Duisburg, 0:3 gegen Rostock und 1:2 gegen Aachen). In den zehn Pflichtspielen unter Trainer Scherning passierten insgesamt nur sieben Gegentore. Das hängt wohl auch mit dem Erstarken der beiden Routiniers im Abwehrverbund zusammen. Florian Hübner (34) und Sascha Mockenhaupt (34) sind aus der Fünfer- bzw. Dreierkette nicht mehr wegzudenken.
Auch deshalb können sich die Fans auf eine packende Partie und eine Neuauflage des Duells der Relegation 2024 freuen. Im Vorbericht zum Hessenpokal-Viertelfinale gegen den FSV Fernwald sagte Wehen-Trainer Scherning zur aktuellen Verfassung seines Teams: “Aktuell sind wir in einem Flow, die Jungs haben richtig Bock und Selbstvertrauen. Deshalb geht es für mich gerade eher darum, kleine Reize zu setzen.”
















































































































































