Am kommenden Spieltag reist die Jahnelf in den hohen Norden. Im Ostseestadion wartet mit dem FC Hansa Rostock ein Gegner, der im Aufstiegsrennen jeden Punkt braucht, sich zuletzt aber einen unerwarteten Fehltritt leistete. Die wichtigsten Fakten zur „Kogge“ und einer besonderen Bilanz lest Ihr hier im Vorbericht.
Rostocker Dämpfer im Aufstiegsrennen
Nach zuvor zwei Siegen in Serie musste Hansa Rostock am vergangenen Wochenende einen empfindlichen Punktverlust hinnehmen. Beim abgeschlagenen Tabellenschlusslicht 1. FC Schweinfurt, das bis dato 77 Gegentore kassiert und nur ein einziges Mal zu null gespielt hatte, kam die Kogge nicht über ein 0:0 hinaus. Gegen defensiv aufmerksame Gastgeber scheiterten die Rostocker trotz Überzahl in der Schlussphase immer wieder an Torhüter Toni Stahl (acht Paraden) oder am Aluminium. Trainer Daniel Brinkmann gibt sich vor dem Duell mit der Jahnelf dennoch kämpferisch: „Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist.“ Positiv für Hansa: Der Rückstand auf einen direkten Aufstiegsplatz konnte um einen Zähler verkürzt werden. Dennoch hat Rostock den Aufstieg bei noch vier ausstehenden Spielen nicht mehr in der eigenen Hand. Auffällig: Von allen aktuellen Aufstiegskandidaten stand Rostock in dieser Spielzeit noch nie unter den ersten Drei. Die Warnung aus dem Vorjahr dürfte zudem präsent sein, als Hansa eine gute Ausgangslage durch zwei Niederlagen an den letzten beiden Spieltagen verspielte.
Die Bilanz: Rostock als historisch harter Brocken
Ein Blick in die Statistik zeigt, dass Rostock für den SSV Jahn traditionell eine hohe Hürde darstellt. Von 14 Pflichtspielen gegen die Kogge konnte Regensburg bislang nur ein einziges gewinnen. Dieser 2:0-Erfolg – damals unter anderem durch ein Elfmetertor von Andreas Geipl – datiert aus dem Juli 2016. Rostock ist gegen den Jahn seit sieben Partien unbesiegt und gewann die letzten drei Duelle jeweils ohne Gegentreffer. Auch das Hinspiel in dieser Saison ging deutlich mit 3:0 an Hansa.
Bemerkenswert war im Hinspiel jedoch, dass Jahn Keeper Felix Gebhardt einen Elfmeter von Kenan Fatkic parieren konnte. Für Gebhardt ist das keine Seltenheit: Allein in dieser Spielzeit wehrte er bereits zwei Strafstöße in der Liga und vier im Landespokal ab, nachdem er in der vergangenen Saison in der 2. Bundesliga bereits vier Elfmeter entschärft hatte. Im Ostseestadion wartet die Jahnelf zwar noch auf den ersten Sieg, konnte aber immerhin in drei von sechs Gastspielen einen Punkt entführen.
Interessanter Fakt: Hildmanns weiße Weste gegen Brinkmann
An der Seitenlinie kommt es zu einem interessanten Trainer-Duell, das statistisch viel Mut macht. Jahn Chef-Trainer Sascha Hildmann traf in seiner Zeit bei Preußen Münster in der Regionalliga West bereits sechsmal auf den heutigen Hansa-Trainer Daniel Brinkmann (damals SC Wiedenbrück). Hildmann blieb dabei ungeschlagen und holte vier Siege sowie zwei Unentschieden. Zudem trifft Jahn Angreifer Phil Beckhoff auf einen alten Bekannten: Unter Brinkmann lief er einst für Wiedenbrück auf und erzielte unter dessen Regie beachtliche 17 Tore in 45 Spielen.















































































































































