In einem unterhaltsamen Drittliga-Spiel hat der SSV Jahn nach einem 0:2-Rückstand noch ein 2:2-Unentschieden bei Alemannia Aachen geholt. Lucas Hermes (37.) & Sascha Hingerl (50) egalisierten die frühe Führung von Mika Schroers (9.) & Louis Köster (23.). Die Jahnelf erkämpfte damit den vierten Punkt im fünften Saisonspiel.
Chef-Trainer Sascha Hildmann stellte in seiner Startelf im Vergleich zum 1:2 gegen Duisburg auf einer Position um: Malte Karbstein startete für Nassim Boujellab und rutschte auf die linke Außenverteidigerposition. Oscar Schönfelder rückte dafür auf die offensivere Zehnerposition. Das heimstarke Aachen versuchte mit hohem Pressing bereits in den Anfangsminuten Druck auf die Jahn Defensive auszuüben. Die erste kleine Angriffswelle konnte zunächst abgewehrt werden. In Folge einer Jahn Ecke kam Leopold Wurm zum Kopfstoß - die Kugel flog jedoch deutlich drüber (7.). Auf der anderen Seite schlug Aachen bei einer Ecke dann eiskalt zu: Der erste Versuch wurde zunächst in den Rückraum geklärt, Köster hielt aus der Distanz drauf, Schroers lenkte den Ball in der Mitte per Hacke in die Maschen (9.). Köster probierte es mit einem weiteren Fernschuss - Hannes Hermann packte zu (12.). Der Jahn bekam in der Offensive ebenfalls Räume, konnte diese aber noch nicht ausspielen. Die Alemannia dagegen spielte immer wieder gefährlich in die Tiefe, Oehmichen tauchte alleine vor Hermann auf - der Jahn Keeper pariere mit einem Reflex (14.). Hermes wurde beim Jahn auf die Reise geschickt, aber er blieb im letzten Moment an Aachens Keeper Bajic hängen (16.). Mit zunehmender Spieldauer entwickelte der SSV mehr Mut und Ideen, aber Aachen verteidigte die Regensburger Versuche leidenschaftlich weg. Und kombinierte selber brandgefährlich. Über zwei, drei Stationen legte Oehmichen von links in die Mitte auf Köster, der zm 2:0 einnetzte (23.). Der SSV war in den Folgeminuten überfordert. Wagner hatte das 3:0 auf dem Fuß, sein Schuss rauschte knapp am Pfosten vorbei (26.). Die Jahnelf wehrte sich nun endlich - und kam selber zur besten Chance des Spiels: Schönfelder setzte sich links durch und fand im Rückraum Hingerl, doch sowohl sein Schuss als auch der von Bauer wurde gerade noch von der Aachener Defensive geklärt (31.). Kurz danach zielte David Philipp aufs rechte Eck, aber Bajic fischte den Ball aus dem Eck (35.). Hingerls Distanzschuss pflückte Bajic aus der Luft (37.). Der Jahn belohnte sich dann aber in dieser Drangphase mit dem Anschlusstreffer: Lucas Hermes tankte sich in den Strafraum, mit seinem ersten Schuss blieb er zunächst an Bajic hängen, den zweiten drosch er in die Maschen zum 1:2 (38.). Auf der andere Seite konnte Felix Strauss den durchgestarteten Schroers gerade noch bremsen (44.). Fein verpasste in der Nachspielzeit den richtigen Moment des Abspiels, sonst hätte es noch einmal richtig gefährlich werden können.
Mit einem Doppelwechsel (Mätzler & Oliveira für Fein & Bauer) ging es in den zweiten Durchgang am Aachener Tivoli. Die Jahnelf kam deutlich aktiver aus der Kabine als in Durchgang eins - und sollte durch eine Pressingsituation zum Ausgleich kommen: Der bisher agile Sascha Hingerl klaute Aachens Loune den Ball vom Fuß und tauchte alleine von Bajic auf - der Jahn Mittelfeldspieler blieb cool und schob zum 2:2 ein (50.). Nun war es eine ausgeglichene Drittliga-Partie am Tivoli - der SSV bot Paroli und war nun auch in den Zweikämpfen giftiger. Aachen tat sich nun schwerer, sein dynamisches Spiel aufzuziehen. Scepanik sendete mit seinem Schuss aus der zweiten Reihe übers Tor für ein Lebenszeichen (62.). Auf beiden Seiten häuften sich die Halbchancen, es war nun ein offener Schlagabtausch. Sollte einem der beiden Teams noch den entscheidende Punch gelingen? Sascha Hildmann brachte mit Boujellab und Seibold noch einmal zwei frischer Kräfte für die Offensive. Aachen setzte nun teilweise auf Konter udn Tempogegenstöße im eigenen Stadion, die Jahnelf musste wachsam bleiben. Die Alemannia wurden in den letzten Spielminuten noch einmal stärker und setzte den SSV mehr und mehr unter Druck. Boujellab hob den Ball übers Tor (87.) und in der Nachspielzeit setzte sich Aachen in der Regensburger Hälfte fest - aber es sollte nichts mehr Nennenswertes passieren. Die Jahnelf zeigt Courage nach einer schwierigen Anfangsphase und nimmt durchaus verdient einen Punkt aus Aachen mit.
Alemannia Aachen - SSV Jahn Regensburg 2:2 (2:1)
Alemannia Aachen: Bajic - da Silva Kiala, Bagkalianis, Wagner (76. Ermolaev) - Oehmichen, Jung, Wiebe (34. von der Hitz / 90. Izekor), Scepanik - Köster (76. Koscierski), Schroers (90. Starodid), Loune
SSV Jahn Regensburg: Hermann – Karbstein (78. Seibold), Wurm, Strauss, Bauer (45. Oliveira) – Majetschak, Hingerl (85. Hobsch), Fein (45. Mätzler) – Philipp (67. Boujellab), Schönfelder - Hermes
Tore: 1:0 Schroers (9.), 2:0 Köster (23.), 2:1 Hermes (38.), 2:2 Hingerl (50.)
Zuschauer: 20.422
Schiedsrichter: Ben Henry Uhrig (Hamburg)






























































































































































































































