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Jahnelf will Energie mit ins Heimspiel gegen Wiesbaden nehmen

Vorbericht zum 25. Spieltag 
· Profis ·

Der SSV Jahn Regensburg startet am Samstag (21.02.) um 14 Uhr in das erste von zwei Heimspielen in Folge. Zunächst wartet mit dem SV Wehen Wiesbaden eine der formstärksten Mannschaften  der 3. Liga, dann kommt es zum Duell gegen den Tabellennachbarn SSV Ulm 1846 Fussball. Wie sich der SSV Jahn auf die Herausforderung gegen den SV Wehen einstellt, wer für die Partie ausfällt und wie Chef-Trainer Michael Wimmer sein Team gewappnet sieht, lest Ihr hier im Vorbericht. Auf Jahn TV seht Ihr den "Jahn Talk" vor dem Spiel.

Zum vergangenen Spiel der Jahnelf

Das 2:3 gegen Rot-Weiss Essen brachte für den SSV Jahn Regensburg keinen Ertrag, allerdings war die Jahnelf von Chef-Trainer Michael Wimmer deutlich mutiger und zeigte einen couragierten Auftritt, der beinahe mit einem Punktgewinn belohnt wurde. „Wir haben heute das Gesicht gezeigt, das wir sehen wollen: mutig und aktiv”, beschreibt es Mittelfeldstratege Adrian Fein zutreffend: “Natürlich tut es extrem weh, dass wir am Ende mit leeren Händen dastehen, weil wir uns durch eigene Fehler um den Lohn gebracht haben. Aber ganz ehrlich: Mir ist es lieber, wir treten so auf und riskieren etwas, als dass wir uns verstecken.” 

Auch Chef-Trainer Wimmer erkennt die positiven Tendenzen trotz der Niederlage: “Es war unser bestes Spiel in der Rückrunde. Wir haben eine gute Energie auf dem Platz gebracht und ordentlich Fußball gespielt haben.” Das Auswärtsspiel begann bereits nach 15 Sekunden mit einem Aufschrei: Eric Hottmann bestrafte einen technischen Fehler des RWE-Keepers eiskalt und brachte den Jahn in Führung. Zehn Minuten vor der Halbzeit glich Brumme aus (33.), nach Wiederanpfiff waren es Hofmann (61.) und Rios Alonso (66.), die für die Essen-Führung sorgten. Der eingewechselte John Posselt weckte mit seinem Treffer zum 2:3 nochmals für einen Hoffnungsschimmer auf Regensburger Seite (75.).    

Die Ausgangslage 

Für ein wenig Selbstvertrauen und ein grundsätzlich gutes Gefühl hat die knappe Niederlage trotz des fehlenden Ertrags dennoch gesorgt. Umso wichtiger ist es, an diese Energie anzuknüpfen. Ein Manko aus dem Essen-Spiel bleibt die Verwertung der Standardsituationen. Ganze 15 Eckbälle erarbeitete sich der Jahn bei RWE, genutzt wurde aber keiner. Diese Thematik werde laut Wimmer weiter intensiv analysiert und bearbeitet. Er betont in diesem Zuge aber auch, dass die Statistiken zeigen, dass der SSV Jahn sich nach ruhenden Bällen die meisten Großchancen erspielt. “Die Ecken führen zu Chancen und zu guten Abschlüssen, aktuell geht der Ball aber nicht rein”, erklärt es Wimmer.

Gegen Wiesbaden soll dieser Knoten platzen und so zum ersten Heimsieg in diesem Kalenderjahr verhelfen. Nicht dabei helfen können die verletzten Julian Pollersbeck (Rücken), Jakob Seibold (Schulter) und Lucas Hermes (Stirnhöhlenfraktur). Auch Robin Ziegele, der nach seinem Zehbruch wieder einsteigen sollte, erlitt einen Rückschlag. Er verletzte sich im Mannschaftstraining am Dienstag am Innenband im Sprunggelenk und wird weiter fehlen. 

Zum Gegner SV Wehen Wiesbaden

Mit einem Ausrufezeichen gegen den MSV Duisburg reist der SV Wehen Wiesbaden nach Ostbayern. 6:1 schlugen sie die Zebras. Unter dem neuen Trainer Daniel Scherning scheint es zu laufen. Erst zwei Niederlagen kassierten die Hessen unter ihm. Im Vorfeld das Spiel abzuschenken ist selbstredend keine Option: “Wir werden die weiße Fahne nicht hissen, sondern werden mutig antreten und wollen mit dem Stadion im Rücken eine Energie entfachen”, sagt Wimmer. “Wenn wir zusammenhalten, bin ich überzeugt, dass wir auch gegen Wiesbaden eine gute Leistung zeigen können.”

Es ist kein Zufall, dass der SV Wehen Wiesbaden mittlerweile bei der Spitzengruppe der 3. Liga anklopft. Über eine stabile Defensive bringen sie ihre flexible Offensive immer wieder in gute Position. Neben dem Torschützenkönig der vergangenen Saison, Fatih Kaya, nehmen Moritz Flotho und Lukas Schleimer die drei vordersten Posten ein. “Sie besitzen eine sehr erfahrene und reife Mannschaft”, erkennt Wimmer: “Im Umschalten haben sie eine große Stärke und zeigen einen strukturierten Fußball.” Mehr zum kommenden Gegner erfahrt Ihr hier im Gegnercheck

Interessanter Fakt

Der langjährige Präsident Heinz Hankammer war als Gründer des weltbekannten Trinkwasserfilterherstellers Brita maßgeblich am Aufschwung des ehemaligen Dorfvereins beteiligt. Als Mäzen führte er den SV Wehen von der A-Klasse in den bezahlten Fußball, in dem Wiesbaden seit 2007 ununterbrochen spielt. Nach seinem Tod 2016 (die Trauerfeier fand in der Brita-Area statt) übernahm sein Sohn Markus Hankammer die Geschäftsführung bei Brita und damit auch die Präsidentschaft beim SV Wehen. Das Unternehmen ist nach Hankammers ältester Tochter Brita benannt. Hankammers Holding „Hanvest Holding“ hält 90 % der Anteile der SV Wehen 1926 Wiesbaden GmbH und besitzt auch das Stadion.

Das letzte Spiel

Im September unterlag die Jahnelf mit 0:2 in Wiesbaden. Tarik Gözüsirin (70.) und Moritz Flotho (84.) trafen im Schlussabschnitt zum verdienten Sieg für die Hausherren, nachdem Gebhardt im ersten Durchgang sogar noch einen Elfmeter von Fatih Kaya hielt (37.).

Sei live dabei 


Wie jeden Spieltag haben alle Fans die Möglichkeit, das Spiel über die bekannten Kanäle zu verfolgen. Der Live-Ticker berichtet live vom Geschehen auf dem Platz. Auf den Social Media-Kanälen erfahrt Ihr alles, was sonst so dazugehört und auch der Turmfunk überträgt das Heimspiel live aus dem Jahnstadion Regensburg.

Foto: Köglmeier
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