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Ein Tor reicht Cottbus zum Aufstieg

Jahnelf unterliegt knapp mit 0:1
· Profis

Der SSV Jahn Regensburg muss sich im letzten Saisonspiel dem FC Energie Cottbus geschlagen geben. Vor ausverkauftem Haus und 15.210 Zuschauern feierten die Lausitzer den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Das Tor von Boziaris (28.) ebnete den Weg, einen späten Elfmeter konnte der SSV nicht mehr verwandeln. Damit blieb es beim 0:1 für Cottbus. Auf Jahn TV seht Ihr die Interviews von Christian Kühlwetter und Sascha Hingerl sowie die Pressekonferenz mit beiden Trainern. Hier lest Ihr den ausführlichen Spielbericht.

Für das letzte Spiel der Saison 2025/26 bietet Jahn Chef-Trainer Sascha Hildmann eine auf zwei Postitionen veränderte Jahnelf auf. Bene Bauer rutscht für Robin Ziegele in die Viererkette und auch Kapitän Christian Kühlwetter beginnt für Noel Eichinger. Auf Cottbusser Seite tausch auch FCE-Coach Pele Wollitz zwei Mal. Für Rorig und Butler rutschen Kapitän Borgmann und Top-Scorer Tolcay Cigerci nach Gelbsperren in die erste Elf.

Traumtor bringt Cottbus in Front

In einem ausverkauften Jahnstadion Regensburg brannte die Luft. Nicht nur die rund 6.000 Cottbusser, sondern auch die über 9.000 Regensburger machten von Beginn an gute Stimmung. Eric Hottmann sorgte für den ersten Aufreger. Seinem energischen Nachsetzen fiel beinahe Energie-Keeper Funk zum Opfer. Seinen Abschlag bugsierte der Jahn Angreifer fast ins Tor (5.). Nach einem Eckball, den Borgmann mit dem Kopf wieder scharf machte, kam Hannemann im Getümmel an den Ball. Sein Versuch verfehlte das Ziel am Ende knapp (10.). Anschließend übernahmen die Lausitzer die Spielkontrolle und schnürten die Jahnelf in der eigenen Hälfte ein. Trotz aller Bemühungen und einer gut sortierten Defensive sprangen wenige Torchancen heraus. Dann waren wieder Standards das Mittel, das für Gefahr sorgte. Boziaris fand im Rückraum Borgmann, der alleine zum Abschluss kam. Sein Aufsetzer touchierte den Pfosten und sprang zurück ins Feld, dort hatte Stürmer Engelhardt nochmals per Kopf die Chance (20.). Zweimal konnte Jahn Schlussmann Gebhardt entscheidend eingreifen. Ein Traumtor besorgte dann aus dem Nichts die Gäste-Führung. Aus der Distanz fasste sich Boziaris aus dem Stand ein Herz. Die Kugel schlug unhaltbar im oberen Eck ein (28.). Einen Angriff spielte die Jahnelf dann schnell und konsequent aus. Kühlwetter spielte überlegt auf den mitgelaufenen Schönfelder quer, der im Fallen noch zum Schuss kam. Torhüter Funk hält im letzten Moment den Ball noch fest (32.). Kurz darauf war es wieder Kühlwetter, dessen Versuch nur knapp am Pfosten vorbei rauschte (34.). Die Jahnelf fand mit fortlaufenden Spielverlauf immer besser in die Partie, setzte offensiv Akzente und ließ defensiv kaum etwas zu. Felix Strauss musste zwar Hannemann abgrätschen, bis zum Pausenpfiff war das dann aber die einzige Möglichkeit (42.).

Jahnelf ganz nah dran am Ausgleich

Zum zweiten Durchgang nahm Trainer Hildmann zwei Änderungen vor. Noel Eichinger und Sascha Hingerl kamen für Benedikt Saller und Nick Seidel. Die Jahn Fans jubelten auch kurz nach Wideranpfiff, wenn auch kurz. Kühlwetter tauchte aus dem Abseits vor Keeper Funk auf (46.). Danach hatte Tolcay Cigerci seine erste Annäherung. Ihm klaute Bauer im letzten Moment den Ball. Hannemann zwang Gebhardt mit einem Nachschuss zum Eingreifen (53.). Wieder war es Kühlwetter, der wenig drauf, mit einer Einzelaktion einen Distanzschuss abgab (55.). Der eingewechselte Dietz sendete nach einiger Zeit ein Lebenszeichen in einer eher zerfahrenen zweiten Hälfte. Hinter seinen Kopfball bekam er aber nicht genug Kraft (71.). Insgesamt wusste der FC Energie um ihre Führung und verteidigte kompakt. Die Jahnelf fand selten Lücken. Sascha Hildmann brachte für die Schlussminuten den 16-jährigen Arian Dizdarevic, der gleich in Erscheinung treten sollte. Erst hinterlief er Eichinger, bekam den Ball zurück und flankte gefährlich auf den kurzen Pfosten. Funk lenkte gerade noch ins Aus (81.). Schönfelder prüfte kurz vor Schluss vom Strafraumeck dem aufmerksamen Schlussmann erneut. Cottbus nun komplett im Verwaltungsmodus. Doch dem Jahn gelang noch ein Angriff. Dizdarevic brachte den Ball gefährlich vor das Cottbusser Gehäuse, dort kam Eichinger zum Abschluss und traf ausgerechnet einen Abwehrspieler der Gäste, der auf der Linie klärte (90.+1). Das Spiel war gefühlt zu Ende, da machte Posselt einen entscheidenden Schritt in den Strafraum, wurde gelegt und holte so den Elfmeter. Florian Dietz scheiterte an den Beinen des Keepers (90.+3). Damit konnte Cottbus der Sieg nicht mehr genommen werden. Nach 12 Jahren kehren die Lausitzer zurück in die 2. Bundesliga.

SSV Jahn Regensburg - FC Energie Cottbus 0:1 (0:1)

SSV Jahn Regensburg: Gebhardt - Bauer (78. Dizdarevic), Wurm, Strauss, Seidel (45. Eichinger) - Oliveira, Saller (45. Hingerl), Fein, Schönfelder - Kühlwetter (65. Posselt), Hottmann (65. Dietz)

Energie Cottbus: Funk - Borgmann (76. Lucoqui), Awortwie-Grant, Manu, Straudi - Michelbrink (90. Rorig), Pelivan - Tolcay Cigerci (90. Tattermusch), Boziaris (62. Tolga Cigerci), Hannemann (77. Biankadi) - Engelhardt

Tore: 0:1 Boziaris (28.)

Zuschauer: 15.210

Schiedsrichter: Tobias Reichel (Sindelfingen)

Fotos: Gatzka
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