Der SSV Jahn Regensburg setzt sich im Totopokal-Achtelfinale gegen die SpVgg SV Weiden mit 5:1 durch. Nach einer Rettungstat von Felix Strauss nach wenigen Minuten auf der Linie arbeitete sich die Jahnelf in das oberpfälzische Duell. Vor 4.300 Zuschauern im Stadion am Wasserwerk eröffnete Majetschak nach einer Hereingabe (23.). Ein Traumtor von Sascha Hingerl aus der Distanz führte zum 2:0 aus Regensburger Sicht. Mit dem Halbzeitpfiff erhöhte Boujellab, ehe nach dem Seitenwechsel Weiden zum Anschluss traf. Der Doppelpack des Jokers Posselt (90., 90.+2) setzten der Partie endgültig den Deckel drauf.
Das Totopokal-Spiel in Weiden bestritt die Jahnelf ohne die Verletzten Davis Asante (Knie), Florian Dietz (Schulter), Sebastian Stolze (Knie), Marco Wörner (Sprunggelenk) sowie die angeschlagenen Nico Oliveira (Zeh), Zeterny Jano und Adrian Fein (beide muskuläre Probleme). Von Beginn an bot Chef-Trainer Sascha Hildmann eine etwas veränderte Elf auf. Auf den beiden Außenverteidigerpositionen begann Malte Karbstein sowie Ben Kieffer, auf der Doppelsechs agierten Erik Majetschak und Sascha Hingerl. Offensiv gab es im Vergleich zum Heimspiel gegen Saarbrücken nur eine Änderung: Jakob Seibold begann für Patrick Hobsch. In die Sturmzentrale rückte Lucas Hermes.
Rettungstat nach wenigen Minuten sorgt für Reaktion der Jahnelf
Die erste Aufschrei ließ nicht lange warten. Den Gastgebern aus der Nordoberpfalz glückte beinahe der perfekte Start in diesen Abend. Eine Flanke von Sylejmani landete gefährlich in der Box. Der Weidener vergab jedoch (2.). Und auch die zweite Möglichkeit gehörte den Hausherren - und was für eine. Fenninger tauchte nach einen Fehler in der Hintermannschaft plötzlich frei vor Keeper Hermann auf, legte überlegt quer auf Sylejmani, der nur noch einschieben musste. Mit einer unglaublichen Rettungsaktion klärte Kapitän Felix Strauss auf der Linie (3.). Glück für die Regensburger. David Philipp meldete mit einem harmlosen Abschluss in die Arme des Weidener Schlussmanns Becic erstmals den Jahn in der Offensive an (9.). Die Jahnelf sammelte langsam Sicherheit und musste sich erst in dieses Pokalspiel arbeiten. Es war das erwartet kampfbetonte Spiel, das auf dem nassen Untergrund noch intensiver geführt wurde. Der SSV nahm den Kampf an. Wieder war es der umtriebige Philipp mit einem Driblling, der Seibold bediente. Dieser zwang Schlussmann Becic zur ersten großen Parade (22.). Aus einem Eckball resultierte dann die Führung. Die Hereingabe konnte erst nicht geklärt werden, wurde dann über Philipp wieder scharf gemacht. Am langen Pfosten nutzte Erik Majetschak die Flanke und traf aus kurzer Distanz (23.). Ein Traumtor brachte dann das 2:0. Ansatzlos schweißte Sascha Hingerl aus rund 30 Metern den Ball in den Winkel (33.). Dann blieb es lange ruhig, viele warteten schon auf den Pfiff. Doch kurz davor veredelte Nassim Boujellab einen schnellen Gegenangriff zum 3:0 (45.). So ging es mit einer komfortablen Pausenführung in die Kabine.
Weiden mit dem Anschluss und Joker sticht
Personell tauschte Sascha Hildmann zur Pause einmal. Für Lucas Hermes kam Patrick Hobsch in die Partie. Der zweite Durchgang startete wie schon der Erste – mit einer hochkarätigen Torchance für Weiden. Moritz Zeitler prüfte Hermann mit einem wuchtigen Distanzschuss, der aber wachsam zur Stelle war (47.). Doch auch auf der anderen Seite wurde es schnell gefährlich. Philipp schlenzte nur knapp übers Gehäuse (48.). Kurz darauf kombinierte sich Boujellab mit Wandspieler Hobsch in gute Schussposition, scheiterte aber am Pfosten (51.). Auf der anderen Seite hatte Horgan das präzisere Füsschen. Seinen Flachschuss aufs lange Eck touchierte zwar Jahn Keeper Hermann noch mit den Fingern, vom Innenpfosten trudelte der Ball allerdings ins Tor (57.). Für einen weiteren Aufschrei im Stadion am Wasserwerk sorgte nur Sekunden später der spielfreudige Boujellab. Seinen Schlenzer kratzte Becic über den Querbalken (58.). Zwar verschärfte der Anschlusstreffer der „Spiele“ etwas das Spielgeschehen, doch schürte auch bei der Jahnelf den Hunger. Lange stemmten sich die Weidener aufopferungsvoll dagegen, doch dann stach der Joker. John Posselt behielt im Getümmel den Überblick und machte mit dem 4:1 endgültig den Deckel drauf (90.). In der Nachspielzeit durfte der 22-Jährige sogar nochmal ran, frei vor dem Keeper musste er nur noch einschieben.
Damit gewinnt der SSV Jahn am Dienstagabend mit 5:1 gegen die SpVgg SV Weiden und erarbeitete sich den Einzug ins Viertelfinale des Totopokals. Weiter geht es schon mit Liga-Alltag am Samstag (29.08.) wenn es um 16.30 Uhr gegen die TSG Hoffenheim II geht.
SpVgg SV Weiden – SSV Jahn Regensburg 1:5 (0:3)
Spielverlauf: 0:1 Majetschak (23.), 0:2 Hingerl (33.), 0:3 Boujellab (45.), 1:3 Horgan (57.), 1:4 Posselt (90.), 1:5 Posselt (90.+2)
SSV Jahn: Hermann – Kieffer, Strauss, Wurm, Karbstein (72., B. Bauer) – Hingerl (84., Saller), Majetschak – Philipp (72., Dizdarevic), Boujellab, Seibold (66., Posselt) – Hermes (45., Hobsch)
Zuschauer: 4.300






























































































































































































































