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SSV Jahn verliert Heimspiel gegen Aachen

1:3 trotz Pausenführung
· Profis

Trotz Pausenführung musste sich der SSV Jahn Regensburg am Ende den formstarken Aachener mit 1:3 (1:0) geschlagen geben: Ein Doppelpack von Lars Gindorf & Mika Schroers egalisierten in der zweiten Halbzeit das Führungstor durch Eric Hottmann

Jahn Chef-Trainer Sascha Hildman änderte seine Startelf auf zwei Positionen: Oscar Schönfelder & Lucas Hermes ersetzten Bene Bauer & John Posselt. Die Gäste aus Aachen zeigten von Beginn ihre spielerische Stärke und auch ihr in den vergangenen Wochen gesammeltes Selbstbewusstsein. Nadjombe kam an der Strafraumgrenze zum Volley-Abschluss, setzt diesen ein paar Meter links vorbei (4.). Mit direktem Passpiel in die Tiefe wurde auch das Torjäger-Duo Gindorf & Schroers immer wieder gesucht. Bereits nach neun Minuten musste Sascha Hildmann dann aber das erste Mal personell reagieren: Philipp Müller verließ mit muskulären Problemen den Platz, Bene Saller kam für ihn früh in die Partie. Der 33-Jährige absolvierte damit sein 252. Ligaspiel für den SSV. Er führt nun damit zusammen mit Wastl Nachreiner das Ranking der meisten Pflichtspieleinsätze (seit 2000, ausgenommen Pokal- und Relegationsspiele) des Jahn an. Aachen übte weiter Druck auf das Jahn Tor aus und hatte durch Schroers die erste richtig gute Chance: Da Silva Kiala schickte den Stürmer perfekt in die Tiefe, der dann allein vor Gebhardt aber deutlich verzog, die Kugel rauschte einige Meter übers Tor (18.). Die Jahnelf war weiter bemüht, aber tat sich gegen eine dicht gestaffelte Gäste-Abwehr bisher schwer. Pseftis Patzer konnte Bagkalianis gerade noch klären: Einen Rückpass wollte der Keeper aus der Gefahrenzone befördern, traf die Kugel aber nicht richtig. Sein Verteidigerkollege rettete gerade noch vor Lucas Hermes (22.). Der Jahn sollte aber weiter Verletzungspech haben: Dieses Mal signalisierte Lucas Hermes muskuläre Probleme, für ihm kam Eric Hottmann neu in die Partie (26.)  Damit war aus Sicht des Jahn schon früh zwei der drei Wechselfenster verbraucht. Aachen kombiniert sich schön durch. Am Ende kam Schroers erneut zum Schuss, doch der war aus kurzer Distanz zu schwach, sodass Gebhardt den flachen Versuch entschärfen konnte (30.). Eine Freistoßsituation sollte dann auf einmal das Spiel auf den Kopf stellen: Fein schlenzte den Ball in den Fünfer, Pseftis verschätzte sich, Hottmann stand goldrichtig und drückte die Kugel per Kopf über die Linie zum 1:0 (34.). Der SSV war nun in diesem Spiel angekommen: Kühlwetter stand kurz danach in Folge einer guten Kombination im Abseits (37.). Aachen meldete sich mit einem Gindorf-Schuss zurück, Gebhardt tauchte ab und parierte (40.). Auf der anderen Seite tankte sich Hottmann gegen zwei Gegenspieler in den Strafraum und setzte den Ball mit einem strammen Schuss an den Pfosten, Eichinger staubte im Nachschuss ab und zielte drüber (41.). In der fünfminütigen Nachspielzeit bliebt der Unterhaltungs-Faktor des Spiels weiter hoch, aber es sollte zu keiner weiteren Chance kommen.

Der zweite Durchgang startete durchaus wild und die Alemannia aus Aachen belohnte sich nun für den Aufwand. Lars Gindorf nutzte zwei Unachtsamkeiten in der Regensburger Hintermannschaft und drehte das Spiel zu Gunsten der Gäste zum 2:1 (49./51.). Wenige Sekunden später hatte die Jahnelf tatsächlich die Top-Chance auf den sofortigen Ausgleich: Schönfelder wurde links geschickt und suchte in der Mitte Kühlwetter, der mit seinem Schussversuch aus kurzer Distanz an Pseftis scheiterte (55.). In der Folge beruhigte sich die Partie ein wenig, Aachen aber blieb mit seiner Geradlinigkeit weiterhin gefährlich. Kühlwetter probierte es nach einer Oliveira-Flanke mit der Brust, Pseftis fing den Ball aus der Luft (62.). Das Spiel war in dieser Phase nun taktischer geprägt, auch weil die Alemannia nun nicht mehr volles Risiko ging. Der SSV aber steckte nicht auf und hielt die Intensität hoch. Schönfelder kam mit seinem Schussversuch an der Aachener Verteidigung nicht vorbei (68.). Hildmann zog mit einem Dreifachwechsel nun alle Register: Posselt, Dietz & Strauss kamen für Kühlwetter, Fein & Mätzler. Der Jahn wollte sich hier nicht aufgeben, auch die Kulisse im Jahnstadion Regensburg spürte das Momentum. Der eingewechselte Dietz vergab dann die Großchance aufs 2:2: Schönfelder setzte sich auf links durch, Dietz hielt in der Mitte den Schlappen hin, aber brachte die Kugel nicht über die Linie (76.). Die Aachener Führung war nun auf sehr wackeligen Beinen, der Jahn drückte mehr und mehr. Eichinger suchte am langen Pfosten Dietz, doch Pseftis fischte den Ball gerade noch zur Ecke (80.). Bei der dritten Jahn Ecke in Folge flog Sallers Schuss aus dem Rückraum in den Regensburger Nachthimmer (82.). Doch ein weiterer Regensburger Fehler sorgte für die Entscheidung: Oliveira misslang ein Rückpass zu Gebhardt, Schroers spritzte dazwischen und traf zum 3:1 für die Gäste (87.) - der Endstand. Die Jahnelf trifft im kommenden Auswärtsspiel am nächsten Samstag (25.04.) auf Hansa Rostock. 

SSV Jahn Regensburg - Alemannia Aachen 1:3 (1:0)

SSV Jahn Regensburg: Gebhardt - Oliveira, Wurm, Mätzler (73. Strauss), Seidel, Schönfelder - Müller (9. Saller), Fein (73. Posselt) - Kühlwetter (73. Dietz), Eichinger, Hermes (26. Hottmann)

Alemannia Aachen: Pseftis - Nadjombe, Wegmann (46. Yarbrough), Bagkalianis, da Silva - Oehmichen, Loune (74. Wagner), Wiebe, Castelle (64. Gaudino) - Gindorf, Schroers (90. Bahn)

Tore: 1:0 Hottmann (34.), 1:1 Gindorf (49.), 1:2 Gindorf (51.), 1:3 Schroers (87.)

Zuschauer: 9.638

Schiedsrichter: Richard Hempel (Dresden)

Fotos: Gatzka
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