Zum Hauptinhalt

Start unter Hildmann beim Stuttgarter Paradoxon

Blick auf den kommenden Gegner in der 3. Liga
· Profis ·

Am kommenden Spieltag reist die Jahnelf zum Auswärtsspiel gegen die U21 des VfB Stuttgart. Während beide Teams den Klassenerhalt vorzeitig sichern wollen, steht das Spiel für den SSV Jahn ganz im Zeichen eines Trainerwechsels. Ein Blick auf die aktuellen Vorzeichen und den kommenden Gegner. Auf Jahn TV spricht Sascha Hildmann ersmals im "Jahn Talk".

Die Jahnelf: Neuer Cheftrainer Sascha Hildmann 

Seit Anfang der Woche ist klar: Sascha Hildmann übernimmt die Jahnelf und hat einen Vertrag bis 2028 unterschrieben. Für den 53-Jährigen ist Regensburg nach Großaspach, Kaiserslautern und Preußen Münster die vierte Station in der 3. Liga. In Münster stieg er zunächst aus der 3. Liga ab, führte den Club anschließend von der Regionalliga in die 2. Bundesliga. Bei seiner Vorstellung betonte er den guten Eindruck vom SSV Jahn und versicherte auch beim “Jahn Talk” vor der Partie in Stuttgart, dass sich dieser bestätigt hat: “Ich sehe eine Mannschaft, die komplett mitzieht und sehr charakterstark ist.” Konkrete Schwerpunkte wollte Hildmann hinsichtlich der Spielplans setzen und das Anlaufverhalten sowie das Verhalten im Ballbesitz trainieren, größere taktische Anpassungen habe er ad hoc allerdings nicht vor. “Aktuell will ich die Abläufe und Prozesse so behalten, wie sich die Mannschaft damit wohlfühlt.” 

Hildmann übernimmt ein tabellarisch gefestigtes Team. Zur Winterpause betrug der Vorsprung auf den 17. Tabellenplatz noch knappe drei Punkte, mittlerweile ist der Abstand auf 14 Zähler angewachsen. Aus den vergangenen sechs Ligapartien holte der SSV Jahn elf Punkte und verlor dabei nur gegen Spitzenreiter Osnabrück. Beim jüngsten 5:2-Sieg gegen Havelse zeigte sich die Mannschaft zudem äußerst effizient (fünf Tore bei nur zehn Torschüssen) – so treffsicher war der Jahn zuletzt im August 2019. Die Chancenverwertung war hingegen das große Manko bei der bitteren 0:1-Niederlage im Landespokal gegen 1860 München vor über 14.000 Zuschauern. Diese Problematik ist auch Hildmann bewusst, der dennoch das Positive sieht: “Gut ist erstmal, dass wir zu Chancen kommen. Das ist die oberste Aufgabe, die Spieler in den Bereich zu bringen, wo sie Tore erzielen können.” Der Fußball-Lehrer weiß aber auch: “Dann geht es auch darum, dran zu bleiben, aktiv zu sein und den Spielern Selbstvertrauen zu geben.”. “Dann”, ist sich Hildmann sicher, “wird der Ball auch wieder reingehen.” 

“Ich habe einen sehr positiven Eindruck von der Mannschaft gewonnen. Sie zieht komplett mit und ist sehr charakterstark. Ich will zunächst keine großen Änderungen vornehmen und so spielen, wie sich die Mannschaft in ihren bekannten Abläufen und Prozessen wohlfühlt. Mit dem VfB Stuttgart II erwarte ich einen spielstarke Mannschaft, bei der wir auch leiden müssen.” 

- Jahn Chef-Trainer Sascha Hildmann im Jahn Talk

Der Gegner: Stuttgarter Vorsprung wächst trotz schwacher Rückrunde 

Der VfB Stuttgart II sucht in der Rückrunde noch nach seiner Form. Acht der vergangenen elf Spiele gingen verloren, darunter auch vier der letzten fünf Begegnungen. Nach dem jüngsten 1:3 beim Tabellenschlusslicht Schweinfurt fand Trainer Nico Willig deutliche Worte bezüglich der späten Gegentore: „Das hat nichts mit jugendlichem Leichtsinn zu tun, sondern das ist schwach und naiv. Und so war unser ganzer Auftritt.“ Dennoch konnte der VfB seinen Vorsprung auf die Abstiegsränge nach der Winterpause von acht auf 13 Punkte ausbauen, da auch die Mannschaften im Tabellenkeller regelmäßig Punkte liegen lassen. So hat Stuttgart aktuell zwar nur einen Zähler mehr auf dem Konto als vor einem Jahr, verfügt aber über ein deutlich größeres Polster nach unten.

Ein auffälliges Thema beim kommenden Gegner ist das Missverhältnis zwischen herausgespielten Möglichkeiten und erzielten Toren. “Das geht in der 3. Liga vielen Teams so”, hat Jahn Chef-Trainer Hildmann festgestellt. Der VfB hat sich ligaweit die meisten Großchancen erspielt, weist aber dennoch die drittschlechteste Torausbeute auf (nur Aue und Schweinfurt trafen seltener). Im Kalenderjahr 2026 erzielte keine Mannschaft in der 3. Liga weniger Tore. Gerade zweite Mannschaften sind allerdings schwer einzuschätzen. “Die Vereine haben viel gutes Personal und man weiß nie so recht, worauf man sich einstellen muss”, sagt Hildmann: “Mit Noah Darvich und Justin Diehl haben sie mindestens zwei Ausnahmespieler, die für die Bundesliga bestimmt sind.” Er erwartet “eine spielstarke Mannschaft, die viel spielerisch lösen möchte”. Seiner Jahnelf gibt er eine gewisse Leidensfähigkeit auf den Weg: “Auch wenn wir leiden müssen, hoffe ich darauf, dass wir letztlich das Spiel für uns entscheiden werden.”

Das Hinspiel: Jahn dreht einen 0:2-Rückstand 

An das Hinspiel in Regensburg hat der Jahn gute Erinnerungen. Der VfB führte zwar zunächst mit 2:0 – unter anderem traf der Ex-Regensburger Mansour Ouro-Tagba per Kopf. Doch die Jahnelf drehte die Partie in der zweiten Halbzeit unter der Leitung von Interimscoach Munier Raychouni (Michael Wimmer fehlte mit Magen-Darm-Beschwerden) noch in einen Heimsieg. Die Gesamtbilanz spricht ebenfalls für Regensburg: Der VfB hat die letzten drei direkten Duelle verloren und aus den vergangenen fünf Begegnungen nur einen Punkt geholt. Der letzte Stuttgarter Heimsieg gegen den Jahn datiert aus dem Januar 2012 (1:0).

Interessanter Fakt: Gegner auf dem Platz, Kollegen in der Nationalelf 

Das Spiel am Wochenende bietet auch ein besonderes Wiedersehen für zwei junge Abwehrtalente. Jahn Innenverteidiger Leopold Wurm und Stuttgarts Maximilian Herwerth werden sich am Wochenende als Kontrahenten gegenüberstehen. Noch im vergangenen Sommer kämpften die beiden jedoch Seite an Seite: Bei der U19-Europameisterschaft bildeten sie gemeinsam die defensive Zentrale der deutschen Junioren-Nationalmannschaft, die erst in einem dramatischen Halbfinale knapp mit 5:6 gegen Spanien ausschied.

Sei live dabei

Wer sich diesen Spieltag nicht entgehen lassen möchte, wird übrigens bestens versorgt: Magenta Sport überträgt die Begegnung im Bezahl-Fernsehen. Darüber hinaus haben alle Fans wie bei jedem Spieltag die Möglichkeit, die Partie über die bekannten Kanäle zu verfolgen. Der Live-Ticker berichtet live vom Geschehen auf dem Platz. Auf den Social Media-Kanälen erfahrt Ihr alles, was sonst so dazugehört und auch der Turmfunk überträgt das Heimspiel live aus der Arena in Großaspach.

 

Foto: Sascha Janne
Foto: Sascha Janne
1. FC Miltach
1. FC Petzholzhofen
1. FC Rieden
1. SG Regental
ASV Batzhausen
ASV Burglengenfeld
ASV Cham e.V. 1863
ASV Haselmühl
ASV Neumarkt
ASV Steinbach
ATSV Kallmünz
ATSV Pirkensee-Ponholz
BSC Regensburg
DJK Altenthann
DJK Beuerling
DJK Breitenberg
DJK Dürensricht Wolfring
DJK Gleiritsch
DJK Irchenrieth
DJK Keilberg
DJK Nesslbach
DJK Oberpfraundorf
DJK St. Martin Neustadt a.d. Waldnaab
DJK Steinberg
DJK Strasskirchen
DJK Straubing
DJK Ursensollen
DJK-SV Berg
DJK-SV Rettenbach
ESV Haselbach
FC Aiterhofen-Geltolfing
FC Alburg
FC Alkofen
FC Altrandsberg
FC Bürgerholz Regen
FC Dingolfing
FC Ergolding
FC Gottfrieding
FC Handlab-Iggensbach
FC Künzing
FC Mintraching
FC Moos
FC Niedermurach
FC Ovi-Teunz
FC Raindorf
FC Rosenhof-Wolfskofen
FC Salzweg
FC Stamsried
FC Sturm Hauzenberg
FC Tegernheim
FC Teugn
FC Tirschenreuth
FC Tittling
FC Wallersdorf
FC Weiden-Ost
Freier TuS Regensburg
FSV Kottingwörth
FSV Posing
FSV Prüfening
FSV Sandharlanden
FSV Steinsberg
Neukirchen
SC Altfalter
SC Batavia
SC Bruckberg
SC Falkenberg
SC Katzdorf
SC Kelheim
SC Kirchdorf
SC Luhe-Wildenau
SC Mitterfecking
SC Regensburg
SC Regensburg
SC Sinzing
SC Teublitz
SC Weinberg
SC Zwiesel
SF Kondrau
SF Weidenthal-Guteneck
SG Chambtal
SG Painten
SG Schlossberg
SpVgg Illkofen
SpVgg Kapfelberg
SpVgg Loiching
SpVgg Niederaichbach
SpVgg Osterhofen
SpVgg Pirk
SpVgg Plattling
SpVgg Ramspau
SpVgg Ruhmannfelden-Zachenberg
SpVgg Schirmitz
SpVgg Stephansposching
SpVgg Wiesau
SpVgg Windischeschenbach
SpVgg Wolfsegg
SpVgg Ziegetsdorf
SSV Biburg
SSV Köfering
SSV Pfeffenhausen
SSV Wurmannsquick
SV Arnbruck
SV Bernried-Deggendorf
SV Diendorf
SV Donaustauf
SV Eggmühl
SV Eintracht Seubersdorf
SV Erzhäuser-Windmais
SV Etzenricht
SV Fischbach
SV Garham
SV Hadrian Hienheim
SV Hornbach
SV Hunderdorf
SV Kelheimwinzer
SV Kirchberg im Wald
SV Leonberg
SV Mengkofen
SV Michaelpoppenricht
SV Neusorg
SV Niederleindorf
SV Prackenbach
SV Salching
SV Schwabelweis
SV Sossau
SV Zeitlarn
TSG Laaber
TSV Deuerling
TSV Kastl
TSV Mauth
TSV Pleystein
TSV Schönberg
TSV Wacker Neutraubling
TSV Waldkirchen
TuS Pfakofen
TV Barbing
TV Hemau
TV Meilenhofen
TV Nabburg
TV Waldmünchen
VfR Niederhausen
ASV 1860 Neumarkt e. V.
ASV Cham e.V. 1863
FC Dingolfing
FC Ergolding 1932 e.V.
SV Schalding-Heining e.V.