Die U21 musste sich am vergangenen Freitagabend im Auswärtsspiel der SpVgg Weiden knapp mit 0:1 geschlagen geben. Die U17 verlor ihr Top-Spiel gegen den ärgsten Konkurrenten TSV 1860 München mit 2:3. Hier lest Ihr die Spielberichte.
U21 verliert erstes Pflichtspiel in 2026
Kein Raum für fußballerische Feinkost, dafür 90 Minuten harte Arbeit gegen Ball und Boden: Die U21 musste sich am Freitagabend vor 912 Zuschauern bei der SpVgg SV Weiden knapp mit 0:1 (0:0) geschlagen geben. In einer von widrigen Platzverhältnissen diktierten Partie entschied letztlich ein einziger ruhender Ball über die Punkteverteilung.
Wer an diesem Spieltag im Wasserwerk-Stadion auf flaches Passspiel oder das gewohnt strukturierte Positionsspiel der Regensburger U21 gehofft hatte, wurde schnell von den äußeren Bedingungen eines Besseren belehrt. U21-Chef-Trainer Christoph Jank machte aus den Umständen keinen Hehl: „Der Platz in Weiden war aus meiner Sicht in einem sehr schlechten Zustand und extrem holprig. Ein kontrollierter Spielaufbau war schlichtweg nicht möglich.“
Diese physischen Restriktionen zwangen beide Mannschaften zu einer radikalen Anpassung ihrer taktischen Marschroute. Das Zentrum wurde immer wieder zügig überbrückt. „Das Spiel war unweigerlich von Flugbällen und Standardsituationen geprägt“, analysierte Jank die Spieldynamik, in der sich ein offener Schlagabtausch um die zweiten Bälle entwickelte. Trotz der ungewohnten und primär auf Kampf und Physis ausgelegten Spielweise zeigte sich der Regensburger Übungsleiter mit der Reaktion seiner Mannschaft zufrieden. Der SSV Jahn nahm den Abnutzungskampf an und hielt die Null bis weit in die zweite Halbzeit. „Wir haben sehr gut dagegengehalten und unser Spiel hervorragend an diese Platzverhältnisse angepasst“, lobte Jank die mentale und taktische Flexibilität seiner jungen Mannschaft.
In einem klassischen „Eins-zu-Null-Spiel“, in dem sich beide Teams weitgehend neutralisierten, bedurfte es schließlich einer Standardsituation, um die Pattsituation aufzubrechen. In der 64. Minute wurde den Gastgebern ein Strafstoß zugesprochen, den Weidens Moritz Zeitler zur 1:0-Führung verwandelte. „Leider haben wir das Spiel dann durch diesen Strafstoß verloren“, konstatierte Jank den bitteren Moment, der das Pendel zugunsten der Oberpfälzer Rivalen ausschlagen ließ.
In der Schlussphase agierten die Gastgeber routiniert, nahmen geschickt das Tempo aus der Partie und brachten den knappen Vorsprung über die Zeit. Durch die Niederlage rutscht die U21 des SSV Jahn in einer enorm dichten Tabellenkonstellation auf den achten Rang ab (neun Siege, vier Remis, elf Niederlagen), während Weiden nach dem dritten ungeschlagenen Spiel in Folge auf Platz neun klettert. Für Christoph Jank und sein Team gilt es nun, die richtigen Lehren aus diesem physischen Härtetest zu ziehen. „Nichtsdestotrotz gilt es, den Fokus direkt auf das nächste Spiel zu legen und unsere Erkenntnisse aus dieser Partie zu ziehen.“
SSV Jahn Regensburg: Merkl - Albrecht, Gebhard, Kieffer, Totschnig - Krauss, Rehwald, Rost (74. Heid)- Maul (69. Knoche), Onuigwe, Schön
Tore: 0:1 Zeitler (64. / Elfmeter)
2:3-Niederlage für die U17 gegen die Junglöwen
Die U17 des SSV Jahn Regensburg hat im Spitzenspiel der Hauptrundengruppe C gegen den TSV 1860 München eine bittere 2:3-Niederlage kassiert. Trotz phasenweiser Überlegenheit stand sich die Mannschaft durch individuelle Aussetzer am Ende selbst im Weg.
Der Beginn der Partie verlief für die Regensburger schlecht. Durch Unachtsamkeiten geriet die Jahnelf extrem früh mit 0:2 ins Hintertreffen (10., 14.). U17-Cheftrainer Lukas Baumer fand dafür deutliche Worte: „Wir hatten einen sehr schlechten Start ins Spiel. Individuelle Fehler haben dazu geführt, dass du nach knapp einer Viertelstunde 0:2 hinten bist. Die Gegner machen aus zwei Schüssen gefühlt drei Tore, weil wir uns eine Ecke selbst reinköpfen.“
Trotz des frühen Nackenschlags und des tiefen Untergrunds auf dem heimischen Platz 1 bewies das Team jedoch eine enorme Moral. Die Oberpfälzer drängten die Münchner tief in die eigene Hälfte, trafen vor der Pause zweimal das Aluminium und belohnten sich direkt nach dem Seitenwechsel: Niklas Schicha (47.) und Sidney Jose Lopes (49.) glichen binnen zwei Minuten hochverdient zum 2:2 aus. Die statistische Überlegenheit der Hausherren war deutlich. „Wir spielen Erster gegen Zweiter, haben 17:2 Torschüsse und 18:7 Flanken und verlieren das Spiel“, fasste Baumer das Chancenverhältnis zusammen. „Die Jungs haben es inhaltlich richtig gut gemacht, eine tolle Reaktion gezeigt und wir hatten mehrere Chancen auf das 3:2.“
Doch anstatt die Partie komplett auf die eigene Seite zu ziehen, folgte kurz vor Schluss der K.-o.-Schlag. Ein unzureichend abgesicherter Umschaltmoment der Gäste reichte aus, um den Treffer zum 2:3-Endstand (85.) zu kassieren. Für Baumer ein frustrierendes, aber leider nicht völlig neues Phänomen: „Du kriegst hinten raus mit einer schlecht verteidigten Aktion spät den Knockout. Wenn man sich die Fehler wegdenkt, spielen wir eigentlich richtig gut. Aber davon kannst du dir im Ergebnis nichts kaufen.“
Das Fazit des Trainers fiel entsprechend hart, aber realistisch aus: „Die Leistung an sich war solide. Aber wenn du so eine fehlende defensive Konsequenz an den Tag legst und dir die Dinger im wahrsten Sinne des Wortes selber reinhaust, dann kannst du dich nach vorne Wund spielen. Es sind individuell zu viele Fehler, die uns die Punkte kosten.“
SSV Jahn Regensburg: Gottswinter (TW), Kurtovic (46. Spreitzer), Rodriguez Paul (87. Klaukien), Raki, Rohmann - Dobler, Jose Lopes (87. Tilz), Geci, Michalczyk, Hoffmann - Schicha
Tore: 0:1 Büsel (10.), 0:2 Büsel (14.), 1:2 Schicha (47.), 2:2 Lopes (49.), 2:3 Frenzel (85.)

















































































































































