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Vorbericht: Bewährungsprobe an der Ostsee

Die Ausgangslage vor dem Auswärtsspiel bei Hansa Rostock
· Profis ·

Eine weite Auswärtsreise steht an: Am morgigen Samstag (25.04.) gastiert der SSV Jahn am 35. Spieltag beim FC Hansa Rostock. Anpfiff im Ostseestadion ist um 14 Uhr. Die Vorzeichen versprechen einen intensiven Kampf, denn für beide Teams steht etwas auf dem Spiel: Während die „Kogge“ im Aufstiegsrennen massiv unter Zugzwang steht, kann die Mannschaft von Chef-Trainer Sascha Hildmann den Klassenerhalt nun auch rechnerisch perfekt machen. Hier im Vorbericht lest Ihr alle wichtigen Fakten zur Ausgangslage für die Jahnelf. Zudem findet Ihr alle Infos zu Hansa Rostock im Gegnercheck.

Die Ausgangslage der Jahnelf 

Die Vorzeichen vor dem 35. Spieltag sind eindeutig: Der SSV Jahn geht mit einem Vorsprung von elf Punkten auf den 17. Tabellenplatz in das Wochenende und möchte den Klassenerhalt nun auch rechnerisch endgültig perfekt machen. Mit einem Auswärtssieg wäre dieses Ziel aus eigener Kraft erreicht. Unter Umständen können die Oberpfälzer aber auch bei einer Niederlage den Ligaverbleib feiern. Dafür ist man auf den TSV 1860 München angewiesen. Vorausgesetzt, die Münchner leisten entsprechende Schützenhilfe und verlieren ihr Heimspiel gegen Ulm nicht, ist der SSV Jahn nicht mehr in Gefahr.

Cheftrainer Sascha Hildmann zieht nach seinen ersten vier Spielen an der Seitenlinie ein differenziertes Zwischenfazit: „Wir hatten echt schon gute Ansätze gezeigt. Nach dem Spiel in Stuttgart und bei 1860 waren wir stabil. Gegen Aachen war es dann teils, teils.“ Personell muss der SSV in Rostock auf den gelbgesperrten Leo Mätzler sowie auf Sascha Hingerl, Malte Karbstein, Philipp Müller und Lucas Hermes (beide muskuläre Probleme) verzichten. Eine erfreuliche Option für die Startelf ist hingegen Felix Strauss, der nach guten Trainingseindrücken zurückkehrt: „Wir wissen auch, was wir an ihm haben. Ich bin froh, dass wir ihm diese Zeit jetzt geben konnten.“ Auch körperlich sieht Hildmann sein Team bestens für den Endspurt gerüstet: „Wir sind die laufstärkste Mannschaft der Liga. Wir laufen die meisten Kilometer und machen viele intensive Läufe.“

„Rostock steht unter Druck und wird in diesem lauten Stadion alles versuchen. Da darf niemand nur die Daumen drücken, dass sein Nebenmann den Zweikampf gewinnt. Wir müssen Selbstverantwortung übernehmen, die Zweikämpfe voll annehmen und bedingungslos dagegenhalten. Ich freue mich sehr auf dieses Spiel.“

Zum Gegner Hansa Rostock

Im Ostseestadion erwartet die Jahnelf eine Heimmannschaft, die massiv unter Zugzwang steht. Der FC Hansa Rostock hat das klare Ziel Aufstieg vor Augen, ließ aber zuletzt gegen Viktoria Köln und beim 0:0 gegen das Schlusslicht Schweinfurt unerwartet Punkte liegen.

„Rostock hat natürlich jetzt schon den Druck, gewinnen zu müssen. Das war auch die Zielsetzung vor der Saison, sie wollen unbedingt aufsteigen“, ordnet Sascha Hildmann die Situation des Gegners ein. Der Cheftrainer rechnet mit einem stürmischen Beginn der Gastgeber: „Die werden jetzt gegen uns alles versuchen.“ Dabei warnt er insbesondere vor der starken Physis der Norddeutschen und fordert von seiner Mannschaft absolute Gegenwehr: „Wir müssen unsere Zweikämpfe annehmen und auch gewinnen. Da verlange ich Bereitschaft, diese Wege nach hinten mitzulaufen. Keinen Daumen drücken und hoffen, mein Partner gewinnt den Ball, sondern Selbstverantwortung übernehmen.“ Die Atmosphäre im Stadion sieht Hildmann dabei als zusätzliche Motivation, besonders für die jungen Spieler: „Es ist ein sehr lautes Stadion. Es könnte richtig hektisch werden. Und dann müssen wir dagegenhalten. Ich freue mich tierisch drauf.“

Die letzte Begegnung 

Der Blick zurück auf die vergangene Partie gegen Alemannia Aachen lieferte dem Trainerteam in dieser Trainingswoche wichtige Anhaltspunkte. Trotz einer Führung musste sich der Jahn am Ende mit 1:3 geschlagen geben. Damit war es das vierte Mal in dieser Spielzeit, dass eine Führung nicht ins Ziel gebracht wurde. Ein echter Meilenstein war das Spiel hingegen für Benedikt Saller: Mit seinem 252. Punktspiel für die Oberpfälzer egalisierte das Regensburger Urgestein den Vereinsrekord von Sebastian Nachreiner. Hildmann lobte seinen Routinier: „Das ist eine Marke. Da kann man schon sehr stolz drauf sein.“

Sportlich lag der Fokus unter der Woche auf der Fehleranalyse. „Wir haben uns in der zweiten Hälfte selbst in Schwierigkeiten gebracht mit individuellen Fehlern. Das sind alles Lernprozesse“, erklärte Hildmann. Für das Spiel in Rostock fordert er vor allem in der eigenen Box mehr Konsequenz: „Wir lassen einfach noch zu viele Torchancen zu. Wir müssen mit mehr Mannorientierung arbeiten, konzentrierter sein und die Verantwortung für den Gegenspieler übernehmen.“ Die oberste Prämisse für das Gastspiel an der Ostsee ist daher eine konzentrierte Leistung über die gesamte Spieldauer. „Diese Konstanz, jetzt das Ding 90 oder 95 Minuten richtig stabil zu bleiben und keine Aussetzer zu haben, da müssen wir unbedingt noch dran arbeiten“, gab der Coach die klare Marschroute vor.

Sei live dabei

Wer sich diesen Spieltag nicht entgehen lassen möchte, wird übrigens bestens versorgt: Magenta Sport überträgt die Begegnung im Bezahl-Fernsehen. Darüber hinaus haben alle Fans wie bei jedem Spieltag die Möglichkeit, die Partie über die bekannten Kanäle zu verfolgen. Der Live-Ticker berichtet live vom Geschehen auf dem Platz. Auf den Social Media-Kanälen erfahrt Ihr alles, was sonst so dazugehört und auch der Turmfunk überträgt das Auswärtsspiel live aus dem Ostseestadion in Rostock.

Foto: Sascha Janne
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