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28.05.2020 Auf einen Blick Profis Tobias Weinfurtner

Mit Gier an die Bremer Brücke

Der Vorbericht zum 29. Spieltag: VfL Osnabrück

Am Freitagabend (18.30 Uhr) steigt für die Jahnelf das drittletzte Auswärtsspiel der Saison: In Osnabrück trifft die Mannschaft von Jahn Trainer Mersad Selimbegovic auf einen Tabellennachbarn – und möchte dort an die gegen Nürnberg gezeigte Leistung anknüpfen.

 

Die Jahnelf:

Die Art, wie wir als Mannschaft aufgetreten sind, gibt uns allen Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben“, erklärte Babis Makridis mit Blick auf das 2:2 gegen Nürnberg. Zu großen Frust über den späten Ausgleichstreffer verspürte das Team laut dem Jahn Stürmer nicht: „Wir ziehen das Positive aus dieser Partie.“ Gerade auf der gezeigten Offensivleistung ließe sich für die entscheidende Saisonphase aufbauen. Dass im Stadion an der Bremer Brücke in Osnabrück das dritte Ligaspiel binnen sieben Tagen auf dem Programm steht, ist für die Akteure nach eigener Aussage kein Problem. „Wir Spieler haben nichts gegen viele Spiele“, sagte Andreas Albers mit einem Lächeln im Gesicht. „Das macht ein bisschen mehr Spaß als Training.“ Sein Offensiv-Kollege Makridis sah es ähnlich: „Sobald wir auf dem Platz stehen, vergessen wir die Belastung, dann zählen nur noch die 90 Minuten.“ Einen Vorteil erkennt der 23-Jährige im breiten Kader der Jahnelf: „Wir können rotieren, alle sind gierig und motiviert.“ In Niedersachsen spielt auch die Zahl 120 wieder eine Rolle in den Planungen von Chef-Trainer Mersad Selimbegovic: „Die Mannschaft befindet sich mental wie körperlich in einer sehr guten Verfassung. Ich bin sehr zufrieden damit, wie wir die letzten beiden Partien angenommen haben, wir waren sehr viel unterwegs, haben jeweils eine Laufleistung von über 120 Kilometern abgespult. Das möchten wir auch in Osnabrück wiederholen.

 

Der Kader:

Stürmer Jan-Marc Schneider (Syndesmosebandanriss) wird auch beim Aufsteiger in Osnabrück verletzt fehlen. Die zuletzt angeschlagenen Federico Palacios (Adduktorenbeschwerden) und Markus Palionis (Kniebeschwerden) sind ebenfalls noch keine Option, konnten aber bereits wieder an Teilen des Mannschaftstrainings teilnehmen und dürften laut Jahn Trainer Mersad Selimbegovic „schon bald wieder um einen Kaderplatz konkurrieren“.

 

Der Gegner:

Sie haben in den vergangenen Spielen gute Leistungen abgeliefert“, betonte Selimbegovic auf der Pressekonferenz am Mittwoch. Nach einem 1:1 beim Spitzenreiter Bielefeld und einem unglücklichen 2:4 gegen Hannover 96 folgte am Dienstag die „Belohnung“ in Fürth. Beim 2:0-Erfolg gegen die Franken habe der VfL einmal mehr seine taktische Variabilität unter Beweis gestellt, wie Jahn Trainer Selimbegovic erklärte: „Das haben sie auch schon im Hinspiel gegen uns gezeigt, sie können im Laufe eines Spiels zwischen den Systemen hin- und herwechseln – das ist schon stark.“ Osnabrücks Trainer, Daniel Thioune, stellte sein Team zuletzt bevorzugt im 4-2-3-1 auf. Torgefährlichster Spieler des VfL ist Marcos Alvarez mit elf Saisontoren und drei Vorlagen. Seit Wiederaufnahme des Spielbetriebs schenkte Thioune in allen drei Partien Winter-Zugang Assan Ceesay (kam vom FC Zürich) das Vertrauen im Sturmzentrum. In Philipp Kühn verfügen die Niedersachsen laut Selimbegovic zudem über „einen überragenden Torhüter“. Eine Parallele zu seiner eigenen Mannschaft sieht der 38-jährige Jahn Trainer auf der mentalen Ebene: „Sie geben sich nie auf, kämpfen bis zum Schluss und haben in der laufenden Spielzeit schon das ein oder andere verloren geglaubte Spiel noch einmal gedreht – und haben leider auch gegen uns nach einem 1:3-Rückstand noch einen Punkt aus Regensburg mitgenommen.“

 

Das letzte Duell:

Im Hinspiel lieferten beide Mannschaft den Zuschauern im Jahnstadion Regensburg ein wahres Specktakel: 3:3 trennte sich die Jahnelf nach 90 intensiven Minuten vom VfL Osnabrück. Jan-Marc Schneider, Marco Grüttner und Chima Okoroji trugen sich im November 2019 für den SSV Jahn in die Torschützenliste ein.

 

Die Zahlenspiele:

  • Ihr letztes Gastspiel in Osnabrück konnte die Jahnelf siegreich gestalten. Marc Lais und Jann George sorgten mit ihren Treffern im Oktober 2016 für einen 2:1-Auswärtserfolg
  • Der SSV Jahn könnte mit einem Sieg dafür sorgen, dass ein Vereinsnegativrekord des VfL eingestellt wird: Osnabrück verlor zuletzt 1990/91 drei Heimspiele in Folge

Sei live dabei:

Alle Infos rund um die Partie am Samstag findet Ihr hier. Für alle Fans besteht die Möglichkeit, das Spiel über die bekannten Kanäle zu verfolgen: Turmfunk und Live-Ticker berichten live vom Geschehen auf dem Rasen, das Drumherum fangen auch die Jahn Social-Media-Kanäle für Euch ein. Ein besonders umfangreiches Paket liefert Jahn TV, für das kurzfristig auch ein Sonderangebot geschaffen wurde.

 

Außerdem überträgt Charivari das Spiel in Ausschnitten und der Bezahlsender Sky zeigt die vollen 90 Minuten.

Foto: Gatzka

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