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13.05.2022 Auf einen Blick Profis Fabian Roßmann

"Pflicht, Gas zu geben"

Saisonabschluss der Jahnelf in Bremen

Die Jahnelf ist am Sonntag (15.30 Uhr) erstmals beim SV Werder Bremen zu Gast. Am letzten Spieltag dieser Zweitliga-Saison geht es für den SV Werder um den Bundesliga-Aufstieg und für die Jahnelf um einen positiven Saisonabschluss.

 

Die Jahnelf:

Zum Saisonabschluss noch einmal ein Highlight: Am Sonntagnachmittag gastiert die Jahnelf zur Bundesliga-Anstoßzeit ab 15.30 Uhr beim jahrzehntelangen Bundesligisten SV Werder Bremen - und das vor einem ausverkauften Weserstadion und der Unterstützung von rund 1.000 Jahnfans, die mit in den Norden reisen. "Die Vorfreude darauf muss bei allen riesig sein, sonst hätte man den Beruf verfehlt", sagt Chef-Trainer Mersad Selimbegovic. Genau für solche Partien beginne man als kleiner Junge Fußball zu spielen.

 

Zum Abschluss wünscht sich Selimbegovic ein positives Ergebnis: "Ein Sieg würde helfen, vor allem wenn es im letzten Saisonspiel ist." Unabhängig davon werde man aber die "ergebnistechnisch schwache Rückrunde" intern genau analysieren: "Es war in der Rückrunde viel zu wenig, was wir an Punkten geholt haben. Wir werden nun alles daran setzen, das letzte Spiel positiv zu gestalten, danach wird es eine genaue Analyse geben."

 

Für diesen positiven Abschluss setzt Selimbegovic vor allem auf die Grundtugenden: "Ich will, dass wir das auf den Platz bringen, was wir immer bringen müssen, dass die Jungs alles geben was geht. Wir haben hier beim Jahn den Slogan 'Mia spuin fia eich', auch deshalb sind wir alle in der Pflicht, noch einmal Gas zu geben. Für alle Fans, die nach Bremen reisen und alle anderen die uns die Daumen drücken." Dabei ist dem Jahn Coach auch bewusst, dass Bremens Konkurrenten im Aufstiegsrennen auf die Jahnelf setzen. "Es ist unsere Pflicht, Gas zu geben."

 

Der Kader:

Für Sarpreet Singh wird es aufgrund seiner Schambeinprobleme auch im letzten Saisonspiel nicht mehr zu einem Einsatz reichen. Offen sind noch die Einsätze von Alexander Meyer, Leon Guwara (beide Knieprobleme) und Thorsten Kirschbaum (Erkältung). Ein besonderes Spiel wird es sicherlich für Offensivspieler Niklas Beste werden, der vom SV Werder an den SSV Jahn ausgeliehen ist. Selimbegovic ist hier davon überzeugt, dass Beste trotz der Konstellation alles für die Jahnelf in die Waagschale werfen wird: "Ich habe ihn so wahrgenommen, dass er unbedingt spielen möchte, so kenne ich ihn auch, als Profi durch und durch und sehr ehrgeizigen Typ." Darüber hinaus sieht Selimbegovic auch von Experimenten in der Mannschaft ab: "Ich werde nach Leistung aufstellen. Es ist nicht Weihnachten und ich bin nicht der Weihnachtsmann, der jemandem etwas schenken muss." 

 

Der Gegner:

Der SV Werder Bremen steht nach 33 Spielen auf dem zweiten Tabellenplatz. Mit mindestens einem Zähler gegen den SSV Jahn können die Werderaner nach einem Jahr 2. Bundesliga die sofortige Bundesliga-Rückkehr aus eigener Kraft perfekt machen. Mersad Selimbegovic glaubt aber nicht, dass Bremen auf ein Unentschieden aus ist: "Ich kenne niemanden, der auf einen Punkt spielt. Ich erwarte eher, dass Bremen sofort versuchen wird, uns unter Druck zu setzen und möglichst schnell in Führung zu gehen und damit das Stadion mitzunehmen. Darauf müssen wir uns vorbereiten und auf der Hut sein, denn das kann ein heißer Tanz werden."

 

Das letzte Duell:

Mitte Dezember setzte sich der SV Werder im ausverkauften Jahnstadion Regensburg knapp mit 3:2 durch. Dabei war die Jahnelf durch einen Kopfball von Steve Breitkreuz nach einer Ecke sogar in Führung gegangen (5.). Bremen glich aber noch vor der Pause durch Leonardo Bittencourt aus (39.) und stellte in Durchgang zwei durch Marco Friedl (59.) und Marvin Ducksch (89.) auf 3:1. Der Anschlusstreffer von Sarpreet Singh in der Nachspielzeit reichte nicht mehr für Punkte.

 

Fakt:

Gefahr aus der zweiten Reihe! Sowohl Werder Bremen als auch der SSV Jahn haben sich in dieser Saison gefährlich bei Distanzschüssen gezeigt. Während Bremen die Wertung mit zwölf Toren anführt, liegt die Jahnelf mit elf auf dem zweiten Platz. Einen Unterschied gibt es bei der Gefahr: Während sich bei Werder die zwölf Treffer auf nur drei Schützen verteilen, waren beim SSV Jahn acht verschiedene Schützen aus der Distanz erfolgreich.

 

Sei live dabei:

Alle Fans haben wie immer die Möglichkeit, das Spiel über die bekannten Kanäle zu verfolgen. Der Live-Ticker berichtet live vom Geschehen auf dem Platz. Auf den Social Media-Kanälen erfahrt Ihr alles, was sonst so dazugehört und der Turmfunk überträgt live aus dem Stadion. Der Bezahlsender Sky zeigt das Spiel live. Auf Jahn TV seht Ihr die gesamte Partie anschließend im Re-Live (+ Highlights und Pressekonferenz).

 

 

Foto: Janne

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