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19.05.2022 Auf einen Blick Profis

Verabschiedungen am Saisonende

Neun Spieler verlassen den SSV Jahn

Zum Ende einer Saison gehört das Abschiednehmen dazu. Beim SSV Jahn Regensburg verabschieden sich mit dem Abschluss der Spielzeit 2021/22 insgesamt neun Spieler, die am Dienstagabend im Rahmen einer internen Abschlussfeier noch einmal gewürdigt wurden.

 

Aus unterschiedlichen Gründen trennen sich am Ende einer Saison die Wege eines Vereins und einzelnen Spielern. Mit Alexander Meyer, Kevin Kunz, Erik Wekesser, Max Besuschkow, Christoph Moritz, Sarpreet Singh, Jan-Niklas Beste, Carlo Boukhalfa und David Otto verabschieden sich nun neun Spieler vom SSV Jahn. Am Dienstagabend wurden die Akteure im internen Rahmen verabschiedet und bekamen zur Erinnerung an ihre Zeit beim SSV Jahn eine Leinwand überreicht. Einzig Offensivspieler Sarpreet Singh konnte der Veranstaltung krankheitsbedingt nicht beiwohnen und erhält sein Präsent im Nachgang.

 

Im Nachfolgenden findet Ihr Statements der scheidenden Spieler sowie von Roger Stilz, dem Geschäftsführer Sport des SSV Jahn, zu den Abschieden.

 

Alexander Meyer (von Juli 2019 bis Juni 2022 beim SSV Jahn):

 

Alexander Meyer: „Es waren durchweg drei sehr schöne Jahre in Regensburg mit so vielen Highlights und die bisher schönste Zeit in meiner Karriere. Ich habe die Chance bekommen, im Profifußball endlich Fuß zu fassen. Ich werde immer mit Regensburg in Verbindung bleiben und die Menschen werden immer in meinem Herzen bleiben. Dafür bin ich jedem Einzelnen im Verein sehr dankbar – ob meinen Mitspielern, Trainerteam, Verantwortlichen, aber auch den Leuten in der Geschäftsstelle. Es war eine sehr angenehme Atmosphäre, die man so häufig im Profifußball nicht mehr erlebt. Es waren die besten Bedingungen, um gut arbeiten zu können. Ich habe mich in unterschiedlichen Bereichen in meinem Torwartspiel weiterentwickeln können, auch dank meines Torwarttrainers Ronny Zeiß und dank der Harmonie und guten Zusammenarbeit im Torwartteam. Es wurde nicht nur so gesagt, sondern es war immer so, dass jeder für den anderen auf dem Platz sein letztes Hemd gegeben hat. Man konnte sich auf jeden verlassen, auch die Spieler, die reinkamen und sich hintenanstellen mussten. Das hat uns in Phasen geholfen, wo es nicht so gut lief, um Ruhe zu bewahren und Woche für Woche im Training gut zu arbeiten.“

 

Roger Stilz: „Alex war drei Jahre hier und hat beim SSV Jahn sein erstes Zweitliga-Spiel überhaupt absolviert. Er selber hat in dieser intensiven und durchaus erfolgreichen Zeit eine tolle Entwicklung genommen. Auch der SSV hat ihm dank seiner vielen guten Leistungen viel zu verdanken. Ich wünsche ihm alles Gute für die Zukunft – unabhängig davon, für welchen Schritt er sich nun entscheidet.“

 

 

 

Kevin Kunz (von Januar 2020 bis Juni 2022 beim SSV Jahn):

 

Kevin Kunz: „Natürlich ist auch bei mir der Abschied sehr emotional. Der Verein ist sehr familiär, ich habe viele tolle Menschen in diesen zweieinhalb Jahren kennengelernt. Hängengeblieben sind natürlich die beiden Zweitliga-Einsätze in der Saison 2020/21, aber auch viele andere Momente auf und neben dem Platz. Der Verein, die Fans und auch die Mannschaft müssen sich unbedingt den Zusammenhalt beibehalten, der sie auszeichnet. Das macht den SSV Jahn so stark. Ich selber habe versucht immer gute Stimmung im Kader zu verbreiten und meine Kollegen auf der Torhüterposition jeden Tag zu Höchstleistungen pushen. Ich habe mich zudem in dieser Zeit mit meiner Freundin verlobt und werden nun auch in Regensburg heiraten.“

 

Roger Stilz: „Kevin war zweieinhalb Jahre bei uns. Ich habe ihn nun ein halbes Jahr kennengelernt und kann sagen, dass er ein sehr zuverlässiger Torwart ist. Er ist eine sehr verlässliche Persönlichkeit und hat zu jeder Zeit gute Laune versprüht. Er hatte als Nummer drei der Torhüter hier beim SSV keine leichte Situation. Gerade diese Position jedoch ist wichtig für ein Fußballteam und Kevin hat diese Rolle sehr gut ausgefüllt.“

 

 

Erik Wekesser (von Juli 2019 bis Juni 2022):

 

Erik Wekesser: „Ich konnte in diesen drei Jahren sowohl privat als auch sportlich reifen und sehr viele Erfahrungen sammeln können. Das macht mich stolz. Ich wurde mit unterschiedlichen Punkten konfrontiert, wie zum Beispiel dem Positionswechsel, und habe alles sehr gut weggesteckt, um alles der Mannschaft unterzuordnen und gemeinsam Erfolg zu haben. Dem Verein und vor allem dem Trainerteam bin ich sehr dankbar, dass ich mich so weiterentwickeln konnte. Die Mentalität der ganzen Mannschaft wurde gelebt, wir haben Typen auf dem Platz und das hat uns ausgezeichnet. Wir haben als Team gemeinsam versucht unangenehm für die Gegner in der Liga zu sein. Immer in Erinnerung bleiben wird mein erstes Zweitliga-Tor und erstes Tor vor der Hans Jakob Tribüne, das werde ich nicht vergessen. Der Verein wird immer in meinem Herzen bleiben.“

 

Roger Stilz: „Erik kam vor drei Jahren als Stürmer und geht nun als linker Außenverteidiger. Ich denke, dass er sich diese Metamorphose im Vorhinein auch nicht zugetraut hatte. Es war auf der einen Seite eine gute Arbeit des Trainerteams, wie Erik umgeschult wurde. Auf der anderen Seite hat Erik das auch zu 100% mitgemacht. Das war schließlich der Lohn dafür, ein solch gestandener Zweitliga-Spieler zu werden. Erik möchte nun den nächsten Schritt in seiner Karriere gehen. Ich persönlich habe ihn über die vergangenen Wochen sehr schätzen gelernt, Erik ist ein toller Profi und feiner Kerl.“

 

 

Max Besuschkow (von Juli 2019 bis Juni 2022):

 

Max Besuschkow: „Es waren schöne und intensive drei Jahre, die ich hier zusammen mit meiner Frau in Regensburg erlebt habe. Wir werden die Zeit für immer in unserem Herzen tragen. Es ist der Ort, wo wir gemeinsam am längsten in meiner Karriere waren. Die Stadt Regensburg ist wunderschön und auch in unserem kleinen Dorf Wiesent haben wir uns sehr wohl gefühlt. Ich bin dem Verein sehr denkbar, dass ich 2019 die Chance bekommen habe, in der zweiten Bundesliga Fuß zu fassen. Jetzt gehe ich als gestandener Zweitliga-Spieler zu einem neuen Verein und möchte dort genauso wie hier meine Fußstapfen hinterlassen. Highlights waren natürlich die drei Klassenerhalte und die vielen Pokal-Fights in der Saison 2020/21 mit all den spannenden Verlängerungen und Elfmeterschießen. Ich kann es kaum erwarten und es wird sicherlich emotional, wenn ich bald wieder im Jahnstadion Regensburg mit Hannover 96 spielen werde.“

 

Roger Stilz: „Max hat nach drei Jahren in Bremen sein letztes Spiel für den SSV absolviert. Wir werden seine Pässe vermissen, weil er mit seiner Technik, der Ballbeherrschung auf engem Raum und seinem Gespür für Räume dem Spiel des SSV Jahn seinen Stempel aufgedrückt hat. Max hat auf jeden Fall Fußstapfen hier in Regensburg hinterlassen.“

 

 

Christoph Moritz (Von Juli 2020 bis Juni 2022 beim SSV Jahn):

 

Christoph Moritz: „Im Großen und Ganzen hatte ich eine schöne Zeit in Regensburg mit vielen Momenten auf und neben dem Platz mit meinen Mitspielern, die ich sicherlich nicht vergessen werde. Sportlich gesehen war das erste Jahr sicherlich zufriedenstellender als das zweite Jahr, weil ich deutlich mehr gespielt habe. Nichtsdestotrotz gehe ich mit einem weinenden Auge. Ich habe in diesen zwei Jahren eine sehr homogene Mannschaft kennengelernt, prinzipiell konnte hier jeder mit jedem, was sicherlich einer der Erfolgsfaktoren war. Bei aller Frustration natürlich auch über meine geringen Einsatzzeiten, was zum Fußball dazugehört, hatte ich eine gute Zeit. Die schönsten Momente waren die, wenn man als Mannschaft zusammen etwas erreicht und gemeinsam erlebt – ob im Training oder im Spiel.“

 

Roger Stilz: „Für Chris war es sicherlich in diesen zwei Jahren keine einfache Situation. Wir haben beide miteinander oft gesprochen. Natürlich war er als ein Spieler mit seiner großen Erfahrung nicht zufrieden mit der geringen Spielzeit. Ich denke, dass unser Fußball den Qualitäten von Chris nicht unbedingt entgegengekommen ist. Unsere Spielphilosophie hat ihm nicht in die Karten gespielt. Aber Chris ist ein guter Kicker. Und ein guter Kicker bleibt ein guter Kicker. Zudem war er als humorvoller Typ und Mentor für die jungen Mitspieler ungemein wichtig für die Mannschaft als Gruppe. Die Jungs haben das auf jeden Fall sehr geschätzt an ihm.“

 

 

Carlo Boukhalfa (Von Juli 2021 bis Juni 2022 beim SSV Jahn):

 

Carlo Boukhalfa: „Es war eine sehr intensive Zeit und ein ereignisreiches Jahr für mich. Ich habe viel gelernt und ich konnte viele Einsatzminuten beim SSV Jahn sammeln. Als ich nach Regensburg kam, hatte ich wenig Erfahrung im Herrenbereich und konnte nun hier viel Zweitliga-Erfahrung mitnehmen. Wir hatten als Mannschaft eine gute Chemie und ich konnte sehr viel lernen von meinen Mitspielerkollegen. Das Highlight war sicherlich mein Tor im ersten Heimspiel gegen Sandhausen vor den Fans nach der langen Corona-Pause.“

 

Roger Stilz: „Carlo kam vergangenes Jahr mit Regionalliga-Erfahrung und hat sich zum Zweitliga-Stammspieler entwickelt. Was ich bei Carlo beeindruckend fand, wie schnell er sich auf unsere Spielphilosophie eingelassen und sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt hat. Er hat unsere Kultur, in der das Team über dem Einzelnen steht, sofort aufgesaugt. Deswegen freut es mich, dass er sich mit Toren und Einsätzen belohnt hat. Carlo wird seinen Weg gehen.“

 

 

Sarpreet Singh (Von Juli 2021 bis Juni 2022 beim SSV Jahn):

 

Sarpreet Singh: „Mit dem Ende dieses Kapitels meiner Karriere möchte ich mich bei jedem einzelnen beim SSV Jahn für die vergangene Saison bedanken. Es war eine erfolgreiche Saison, weil wir die Ziele, die wir uns vor der Saison gesteckt haben, erreicht haben. Danke an Trainer Mersad Selimbegovic dafür, dass er an mich geglaubt hat und dass er mir die Möglichkeit gab, mich auf dem Platz auszuleben. Danke an meine Teamkollegen, es war mir eine Freude, mit euch auf dem Platz zu stehen und sowohl auf dem Platz als auch neben dem Platz Erinnerungen mit euch zu sammeln. Nicht zuletzt möchte ich ein großes Dankeschön an die Jahnfans richten. Euer Support war immer groß, in guten wie in schwierigeren Zeiten. Ich habe in der Zeit beim Jahn tolle Menschen kennengelernt und gute Freunde gefunden. Ich habe den Fußball genossen und werde immer mit tollen Erinnerungen an das Jahr zurückdenken. Herzlichen Dank an jeden, der involviert war.“

 

Roger Stilz: „Sardi hatte natürlich bereits im vergangenen Sommer voll eingeschlagen und einen entscheidenden Anteil an der starken Startphase in dieser Saison. Er hat in Regensburg vor allem viele Spielminuten gesammelt, die er bei seinen vorherigen Stationen nicht hatte. Hier beim SSV Jahn war sicherlich seine bisher erfolgreichste Saison in Deutschland. In der zweiten Saisonhälfte hatte er leider mit seiner Schambeinentzündung körperliche Probleme und deswegen funktionierte es nicht mehr so gut wie in den Anfangsmonaten. Nichtsdestotrotz war er mit seinem ersten Kontakt und seinen unbeschwerten Dribblings mit seinem linken Fuß eine Bereicherung für uns alle. Sadi ist ein toller Spieler, er wird zum FC Bayern zurückkehren und man wird sehen, wohin sein Weg hingeht.“

 

 

Jan-Niklas Beste (Von Juli 2021 bis Juni 2022 beim SSV Jahn):

 

Jan-Niklas Beste: „Die Zeit hier geht mit vielen Emotionen, mit vielen Höhen, aber auch Tiefen aufgrund der Verletzungen zu Ende. Zwei Jahre gehen an keinem Menschen spurlos vorbei, ich bin sehr dankbar für die Chance, die ich hier bekommen habe. Ich habe viele Menschen in Regensburg ins Herz geschlossen. Ich selber, aber auch der Verein haben vom Positionswechsel im vergangenen Sommer profitiert, von dem ich anfangs noch skeptisch war. Aber hat sich ausgezahlt und bewahrheitet, dass es der richtige Schritt war. Die Geschlossenheit im Team war sicherlich der Schlüssel für die Erfolge in den vergangenen beiden Jahren. Die Gemeinschaft, wie sie hier im Verein gelebt wird, ist etwas Besonderes und gibt es nicht in vielen Vereinen.“

 

Roger Stilz: „Niklas kam vor zwei Jahren als linker Außenverteidiger zu uns nach Regensburg. Hätte man ihm vor zwei Jahren gesagt, dass er nach diesen beiden Spielzeiten als linker und rechter Offensivspieler nach Bremen zurückkehren würde, dann hätte er das sicherlich verneint. Er hat in Regensburg eine neue Rolle bekommen. Ich denke, dass es die absolut richtige Entscheidung war, Niklas nach vorne zu schieben. Wir werden seine Dribblings und seine Standards vermissen.“

 

 

David Otto (Von Januar 2021 bis Juni 2022 beim SSV Jahn):

 

David Otto: „Der Abschied ist schon sehr emotional. Das Besondere hier war, und das wird mir in Erinnerung bleiben, dass ich hier nicht nur gute Mannschaftskollegen gefunden habe, sondern richtige Freunde. Es ist oft so, dass man sich als Kollegen gut versteht, aber dass wirklich Freundschaft daraus wird, macht es ganz Besonders. Deshalb hat es mir immer wahnsinnig viel Spaß gemacht, zu jedem Training zu kommen. Auch das Umfeld des Vereins ist sehr familiär, da habe ich mich von Anfang an sehr wohlgefühlt. Jetzt geht die Zeit zu Ende, aber ich werde sie auf jeden Fall in sehr guter Erinnerung behalten. Ich bin dankbar, dass ich vor eineinhalb Jahren hier die Chance bekommen habe, mich weiter in der 2. Liga zu zeigen. Am Ende der Zeit hätte ich mir mehr Spielzeit gewünscht, keine Frage. Alles in allem waren aber viele Höhen dabei, das werde ich in Erinnerung behalten.“

 

Roger Stilz: „David kam als junger Spieler aus Hoffenheim per Leihe und war es gewohnt im Jugendbereich viel zu treffen und oft zu spielen. Ich denke, er hat nun im Männerfußball schon viele Höhen und auch Tiefen erlebt. Sicherlich hat er sich bei uns mehr Spielzeit gewünscht, das ist völlig legitim. An dieser Stelle möchte ich betonen, dass David ein toller Profi ist. Das bedeutet, dass er eine seriöse Arbeitsauffassung hat, hart an sich arbeitet, auch nicht aufsteckt, auch wenn es schwieriger wird. David wird seinen Weg gehen.“

 

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