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23.09.2018 Auf einen Blick Profis Florian Englbrecht

5:0-Auswärtssieg gegen den HSV

Adamyan-Hattrick ebnet Weg für drei Punkte

5:0-Auswärtssieg beim HSV – für die Anhänger des SSV Jahn hatte sich die lange Reise in den hohen Norden auf jeden Fall gelohnt. Ein lupenreiner Hattrick von Sargis Adamyan (11., 21., 35.) hatte den Sieg der Rothosen eingeleitet. Die weiteren Treffer erzielten Marcel Correia (53.) und Jann George (75.). 

 

Vor dem allerersten Pflichtspiel des SSV Jahn gegen den Hamburger SV überraschte Achim Beierlorzer mit einer Personalentscheidung: Statt Marc Lais rückte Maximilian Thalhammer in die Anfangsformation – der erste Einsatz des 21-Jährigen im Jahn Dress stand bevor. Zudem ersetzte Sebastian Stolze den in Regensburg gebliebenen Sebastian Freis.

 

Die gut 1.000 mitgereisten Regensburger Fans sahen einen engagierten Beginn ihrer Mannschaft, die dem HSV mit aggressivem Gegenpressing tief in der Hälfte des Gegners immer wieder Probleme machte. Häufige Ballverluste der Hamburger waren die Folge, einer davon führte zum 1:0 für den SSV: Bei einem Rückpass verzettelte sich HSV-Keeper Pollersbeck, indem er den Ball außerhalb des Strafraums gegen Sargis Adamyan vertändelte. Der Armenier musste sich das Leder nur noch zurechtlegen und in die Maschen schieben (11.) – die überraschende Führung gegen die favorisierten Hamburger. Die wurden in der Folge etwas stärker, über Zählbares durften sich aber wieder nur die Regensburger freuen. Nach einem Einwurf durfte Geipl unbedrängt auf Adamyan durchstecken, der sofort wieder den Abschluss suchte. Sein Ball auf den langen Pfosten wurde von Innenverteidiger Lacroix noch unglücklich abgefälscht, sodass Pollersbecks Flugeinlage nichts mehr am wiederholten Einschlag in seinem Kasten ändern konnte (21.).

 

Direkt nach dem 2:0 musste Achim Beierlorzer reagieren, er brachte Marc Lais für den Gelb-Rot gefährdeten Saller in die Partie. Folglich rückte Stolze auf die Rechtsverteidigerposition, Thalhammer wechselte auf den rechten Flügel. Der Jahn verteidigte nun tiefer. Orel Mangala war es, der nach einer knappen halben Stunde die erste wirklich gefährliche Chance für den HSV verzeichnete: Nach einer Hereingabe von Santos nahm er den Ball am Elfmeterpunkt volley, setzte ihn aber rechts neben das Jahn Tor (27.). Die Regensburger ließen sich davon nicht beeindrucken, kreierten ihrerseits die nächste Offensivaktion: Geipl schlug einen Freistoß auf den zweiten Pfosten auf den Kopf von Sörensen, der Innenverteidiger van Drongelen übersprang. Seine Ablage landete direkt vor dem völlig blanken Adamyan, der aus fünf Metern den lupenreinen Hattrick perfekt machte (35.). Das 0:3 wollten die Hamburger natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Die beste Möglichkeit zum ersten HSV-Tor des Tages bot sich Aron Hunt, der sich den Ball nach einem Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Gräfe auf den Punkt legte. Jedoch war sein Schuss zu unplatziert für den richtig spekulierenden Pentke. Im Nachfassen hielt der Jahn Torwart das Leder fest (41).

 

Zur zweiten Halbzeit brachte HSV-Trainer Christian Titz Stürmer Pierre-Michel Lasogga, der bei nun strömendem Regen als Mann in vorderster Front agierte. Die ersten Akzente im Offensivspiel setzte aber wieder der Jahn. Wie sollte es anders sein – es war Adamyan, der zuerst an Pollersbeck (46.) und zwei Zeigerumdrehungen später am Pfosten (48.) scheiterte. Die Favoriten  aus Hamburg kamen immer mehr unter die Räder: Geipl zirkelte einen Freistoß auf den aufgerückten Correia, der im Strafraum mit dem rechten Schlappen ans Spielgerät kam und Pollersbeck aus acht Metern keine Chance ließ (53.) – 4:0 für die ausnahmsweise ganz in schwarz gekleideten Rothosen aus Regensburg!

 

Die zuerst vereinzelt wahrzunehmenden Pfiffe im Volkspark wurden lauter, Support war nur noch von den bestens aufgelegten Jahnfans zu vernehmen. Den Hamburgern fehlten gegen den SSV schlichtweg die richtigen Ideen und die Genauigkeit im Abschluss. Vor allem letzteres bewies Jann George eine Viertelstunde vor Schluss eindrucksvoll. Zuerst narrte er Lacroix und Santos, anschließend hämmerte er das Leder aus 18 Metern zentrale Position rechts unten in die Maschen. Beim Blick auf die Anzeigetafel musste sich der Großteil der 44.716 Zuschauer im Volkspark erst einmal kräftig die Augen reiben. „Oh wie ist das schön“, hallte es Minuten vor dem Ende aus dem Gästeblock, die Reise in den hohen Norden hatte sich für die Regensburger auf jeden Fall gelohnt. Pünktlich nach 90 Minuten war dann Schluss, Sargis Adamyan und Co. ließen sich verdient vor der Kurve feiern.

 

 

 

 

Hamburger SV: Pollersbeck – Sakai, Lacroix, van Drongelen, Santos – Steinmann (32. Narey) –Hunt (79. Janjicic), Holtby (46. Lasogga), Mangala, Ito – Hwang.

Bank: Mickel (ETW), Moritz, Arp, Ambrosius.

 

SSV Jahn: Pentke – Saller (21. Lais, 80. Fein), Sörensen, Correia, Föhrenbach – Thalhammer, Geipl – Stolze, George (88. Al Ghaddioui) – Grüttner (C), Adamyan.

Bank: Weis (ETW), Nandzik, Vrenezi, Nietfeld, Al Ghaddioui.

 

Schiedsrichter: Manuel Gräfe

 

Gelbe Karten: Lacroix / Saller, Sörensen, Lais, Adamyan

 

Tore: 0:1 Adamyan (11.), 0:2 Adamyan (21.), 0:3 Adamyan (35.), 0:4 Correia (53.), 0:5 George (75.)

 

Zuschauer: 44.716

Foto: Gatzka

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