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21.04.2018 Auf einen Blick Profis Tobias Braun

Jahnelf schlägt St. Pauli

SSV Jahn vs. St. Pauli 3:1

Der SSV Jahn Regensburg hat am Nachmittag den FC St. Pauli mit 3:1 (2:0) besiegt. Schon im ersten Durchgang legte die Jahnelf los wie die Feuerwehr, ging durch Grüttner (10.) und Adamyan (20.) in Führung. Nach dem frühen 3:0 durch Mees direkt nach dem Seitenwechsel (48.) erzielten die Gäste zwar noch den Ehrentreffer (53.), der änderte an einem hochverdienten Sieg vor ausverkauftem Haus allerdings nichts mehr. Damit ist der Klassenerhalt auch rechnerisch eingefahren.

 

Die Jahnelf musste beim Spiel gegen die Hamburger kurzfristig auf Philipp Pentke verzichten, der Torhüter zog sich im Abschlusstraining einen Rippenbruch zu. Für ihn stand André Weis zwischen den Pfosten. Außerdem spielten Sebastian Nachreiner und Jann George für Asger Sörensen und Sebastian Stolze. Die Partie begann bei bestem Fußballwetter munter, beide Mannschaften versteckten sich nicht und spielten direkt nach vorne. Alexander Nandzik (6.) war mit einem ersten Schussversuch zur Stelle, der aber deutlich über den Kasten von St.-Pauli-Keeper Himmelmann ging.

 

Nach neun Minuten klingelte es dann aber: Die Gäste konnten einen Regensburger Angriff nicht klären, George brachte den Ball schließlich hoch in den Hamburger Strafraum. Dort konnte sich Sargis Adamyan gegen zwei St.-Paulianer behaupten, ehe Marco Grüttner das Leder aus dem Hintergrund per Dropkick in die Maschen zum 1:0 für die Jahnelf hämmerte. Die Kiezkicker, die in der Tabelle mit dem Rücken zur Wand stehen, wollten nun mit wütenden Angriffen eine Antwort liefern: Allagui setzte sich auf der rechten Seite durch und fand Diamantakos - doch Weis im Jahn Tor parierte erstklassig, hielt die Führung für den SSV mit einer Wahnsinnstat fest (14.). Nur eine Zeigerumdrehung später war es wieder der Jahn Keeper, der beherzt eingriff, als er einen Hamburger Kopfball entschärfte.

 

Und genau in dieser Druckphase der Gäste stach die Jahnelf, markierte das berühmte Tor zum richtigen Zeitpunkt: Nachdem eine Flanke von Grüttner zunächst ins Leere lief, versuchten sich die Braun-Weißen zu befreien, spielten allerdings Jann George genau in die Füße. Der Flügelflitzer behielt die Übersicht und bediente Adamyan, der am Fünfmeterraum zum 2:0 einnickte (20.). Damit war dem FC St. Pauli der Zahn gezogen. Erst gegen Ende des ersten Durchgangs wurde es wieder turbulenter: Nachdem Nandzik den Ball nach einer Verletzung des Gegenspielers regelkonform nicht ins Aus spielte, weil der Pfiff des Schiedsrichters ausblieb, ging Kalla den Jahn Verteidiger an. In der anschließenden Rudelbildung ließ sich Allagui zu einer Tätlichkeit gegen Grüttner hinreißen - und musste vorzeitig zum Duschen (45.).

 

Zu Beginn der zweiten Halbzeit machte der SSV dann gleich deutlich, wer auch nach dem Seitenwechsel der Herr im Hause ist: Joshua Mees hatte auf links viel Platz, zog von der Strafraumkante aus ab - und es stand 3:0 (48.). Wie aus dem berühmten Nichts fiel dann der Ehrentreffer für den FCSP. Flum stand nach Diamantakos-Kopfballvorlage frei, ließ Weis keine Chance (53.). Aber die Mannschaft von Trainer Beierlorzer zog noch einmal an, hatte mehrere Möglichkeiten auf den vierten Treffer: Erst scheiterte Adamyan vor dem leeren Tor, nachdem George die Aufmerksamkeit von Himmelmann auf sich zog (54.), dann setzte der armenische Stürmer in den rot-weißen Farben einen Konter über das Tor von St. Pauli (61.). Zehn Minuten später rettete Himmelmann in letzter Sekunde vor Grüttner zur Ecke (71.). In dieser Phase ging der Sport- und Schwimmverein leicht fahrlässig mit seinen Chancen um, der Drops hätte längst gelutscht sein können.

 

Doch die Rothosen versuchten es aus einer gesicherten Defensive und ohne Druck seitens der Gäste weiter, auch nach dem zweiten Platzverweis für St. Pauli - Sahin musste drei Minuten nach seiner Einwechslung nach einem groben Foul raus (75.) - versuchten sie, den vierten Treffer nachzulegen. Andreas Geipls Schuss aus der zweiten Reihe landete dabei knapp neben dem Kasten (78.). St. Pauli war nun stehend k. o., der Jahn spielte den hochverdienten Sieg souverän über die Zeit. Doch sie suchten gegen die tief stehenden Gäste weiter den Abschluss: Benedikt Saller flankte auf Marco Grüttner, der Himmelmann überlupfte - den Ball aber leider auch über den Kasten bugsierte (85.). Und dann war Schluss: Mit dem zehnten Heimsieg und dem 47. Punkt ist der Klassenerhalt auch rechnerisch durch.

 

Statistik:

SSV Jahn Regensburg: Weis - Saller, Nachreiner (18. Palionis), Knoll, Nandzik - Lais, Geipl - George (77. Gimber), Mees - Grüttner (C), Adamyan (87. Hein) / Trainer: Beierlorzer.

Bank: Lerch, Vrenezi, Nietfeld, Al Ghaddioui.

 

FC St. Pauli: Himmelmann - Park, Ziereis, Avevor, Buballa (39. Schneider) - Neudecker (71. Sahin), Buchtmann, Kalla, Flum (C; 83. Zehir), Allagui - Diamantakos / Trainer: Kauczinski.

Bank: Heerwagen, Bouhaddouz, Möller Daehli, Koglin.

 

Tore: 1:0 Grüttner (10.), 2:0 Adamyan (20.), 3:0 Mees (48.), 3:1 Flum (53.).

 

Gelbe Karten: Knoll (5., gesperrt), Palionis, Lais, Mees - Neudecker, Kalla, Diamantakos.

 

Rote Karten: Allagui (45., Tätlichkeit), Sahin (75., grobes Foul).

 

Zuschauer: 15.210 (ausverkauft).

 

Schiedsrichter: Jöllenbeck.

 

 

Feierte nach 14 Monaten sein Comeback: Oli Hein! Foto: Gatzka

Die Fans begrüßten den Rückkehrer mit einer Choreo. Foto: Gatzka

Kapitän Marco Grüttner bleibt Sieger im Luftduell. Foto: Gatzka

Ex-Jahnler Ziereis setzt sich gegen Joshua Mees durch. Foto: Gatzka

Alex Nandzik läuft seinem Gegner auf der linken Seite davon. Foto: Gatzka

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