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10.08.2018 Auf einen Blick Profis Florian Englbrecht

SSV Jahn unterliegt in der Fremde

0:2-Niederlage gegen den SC Paderborn 07

Der SSV Jahn musste sich am Freitagabend dem SC Paderborn 07 mit 0:2 geschlagen geben. Klaus Gjasula (30.) und Philipp Klement (62.) besorgten die Tore für den Aufsteiger, die dadurch ihren ersten Saisonsieg einfahren konnten. 

 

Nach dem gelungenen ersten Spiel der neuen Saison sah Jahn Chef-Trainer Achim Beierlorzer keine Gründe für personelle Wechsel. Er bot die gleiche Elf auf, die den FC Ingolstadt in der Vorwoche mit 2:1 geschlagen und somit den ersten Dreier eingefahren hatte. Mit Aufsteiger Paderborn, der mit einer Niederlage gestartet war, wartete ein ernstzunehmender und nicht zu unterschätzender Gegner.

 

Der Jahn begann engagiert, attackierte früh und sorgte für die erste Torannäherung der Partie: Eine Fußabwehr von SCP-Keeper Zingerle landete vor den Füßen von Jann George, der nicht lange zögerte und aus 28 Metern den Abschluss suchte. Leider landete das Leder direkt in den Armen des Torwarts der Paderborner (6.). Diese versuchten ihrerseits mit unfairen Mitteln zum Torerfolg zu kommen, indem Stürmer Michl nach einem Duell mit Sörensen im Strafraum zu Boden ging. Schiedsrichter Kampka erkannte die Schwalbe und zog sofort Gelb (8.).

 

Der Aufsteiger aus Nordrhein-Westfalen versteckte sich nicht und suchte immer wieder den Weg in Richtung Regensburger Strafraum. Vor allem Michl und sein schneller Sturmkollege Tekpetey wurde gesucht. Mitte der ersten Hälfte wurde es dann zum ersten Mal brandgefährlich: Tekpetey heilt nach einem Schuss von der Strafraumkante am Fünfer einfach mal den Schlappen rein und setzte den Ball so nur um Zentimeter neben den rechten Pfosten (25.).

 

Der SCP blieb am Drücker und stellte den Jahn vor ernsthafte Probleme. Nach einer Flanke von der linken Seite konnte Correia den Ball gerade noch per Kopf über den Querbalken des eigenen Tores befördern (29.). Die anschließende Ecke landete dann in der Nähe des Elfmeterpunktes bei Klaus Gjasula, der sich nach oben schraubte und den Ball nahezu unbedrängt zur Paderborner Führung in die Maschen köpfte (30.).

 

Mit dem 1:0 im Rücken zeigten die Hausherren weiterhin gefährlichen Offensivfußball. Erst war es Klement, der den Ball aus der Distanz rechts neben den Kasten setzte (37.), dann brachte Michl das Leder per Aufsetzer zum Glück nicht im Tor unter (38.). Nach einem Standard zeigte auch der Jahn dann mal wieder ein offensives Lebenszeichen: Correia köpfte eine Föhrenbach-Ecke aufs Tor, wo Innenverteidiger Dräger kurz vor der Linie für seinen Keeper klären konnte (41.). Kurz darauf versuchte der aufgerückte Föhrenbach selbst sein Glück mit einem Schuss gegen die Laufrichtung von Zingerle, der reagierte aber gut und hielt die zu diesem Zeitpunkt verdiente Pausenführung für sein Team fest (45.).

 

Der zweite Durchgang begann ohne personelle Änderungen, den ersten rot-weißen Warnschuss gab Föhrenbach ab – jedoch weit vorbei (48.). Um etwas Zählbares aus Paderborn mitzunehmen musste die Jahnelf kommen und das versuchte sie auch. Leider fehlte weiterhin die Durchschlagskraft. Die Hausherren machten es besser, kamen durch Michl zur nächsten Gelegenheit: Sörensen konnte dem enteilten Stürmer nur noch hinterherlaufen, im 1-gegen-1 zog der Paderborner gegen Pentke dann aber den Kürzeren. Starke Fußabwehr des Jahn Schlussmanns (58.). Den nächsten Schuss musste er dann allerdings aus dem Tor fischen: Nach Ballverlust von Lais vor dem Sechzehner schnappte sich Kempe das Leder und versenkte es eiskalt zum 2:0 im Jahn Kasten (62.).

 

Die Reaktion des SSV ließ diesmal nicht lange auf sich warten, direkt nach Wiederanstoß drang Adamyan in den SCP-Sechzehner ein und setzte den Ball per Aufsetzer an den rechten Pfosten, von dort sprang er wieder ins Feld zurück (63.). Achim Beierlorzer reagierte anschließend auf den Rückstand und wechselte innerhalb von wenigen Minuten mit Nandzik (63.), Nietfeld (66.) und Al Ghaddioui (70.) drei frische Kräfte ein, zwei davon gelernte Stürmer.

 

Der gewünschte Erfolg blieb aus, Paderborn wusste vor dem eigenen Tor immer eine passende Antwort auf die Jahn Angriffe. Im Ansatz vielversprechend aussehende Angriffe über Nietfeld (84. ) und Adamyan (87.) wurden von der SCP-Defensive allesamt vereitelt. Somit hatte das erwartet schwere Auswärtsspiel in der Benteler Arena einen verdienten Sieger gefunden, für den Jahn geht es mit leeren Händen zurück nach Regensburg.  

 

 

Paderborn: Zingerle – Dräger (80. Boeder), Schonlau (83. Hünemeier), Strohdiek (C), Collins - Gjasula, Klement - Schwede, Antwi-Adjej – Tekpetey (74. Ritter), Michel. / Trainer: Baumgart

Bank: Ratajczak (ETW), Tietz, Zolinski, Vasilidis.

 

SSV Jahn: Pentke – Saller, Sörensen, Correia (63. Nandzik), Föhrenbach – Geipl, Lais (66. Nietfeld) – George, Adamyan – Grüttner (C), Vrenezi (70. Al Ghaddioui). / Trainer: Beierlorzer

Bank: Weis (ETW), Derstroff, Thalhammer, Stolze.

 

Schiedsrichter: Dr. Robert Kampka

 

Gelbe Karten: Michl / Grüttner, Correia, Nandzik, Saller

 

Tore: 1:0 Gjasula (30.), 2:0 Klement (62.)

 

Zuschauer: 9.458

Foto: Gatzka

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