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01.03.2019 Auf einen Blick Profis Martin Koch

"Wollen aggressiv unterwegs sein"

24. Spieltag: 1. FC Heidenheim (A)

Am morgigen Samstag tritt die Jahnelf bei der "Mannschaft der Stunde" in der 2. Bundesliga, dem 1. FC Heidenheim, an. Die Schwaben haben seit neun Partien nicht mehr verloren (fünf Siege, vier Unentschieden). Anstoß in der Voith-Arena ist um 13 Uhr.

 

 

Die Jahnelf:

Das mediale Echo nach dem Heimsieg gegen den Hamburger SV war groß. Die Mannschaft selbst konnte den Sieg aber nicht lange genießen. Spätestens beim Trainingsstart nach dem freien Tag sei der Blick nur noch nach vorne gegangen. "Manchmal ist das sicher etwas schade, aber das muss so sein, denn die Aufgabe gegen Heidenheim wird nicht weniger schwierig als das Spiel gegen den HSV." Am Freitagmittag fand die letzte Einheit statt, anschließend ging es mit dem Jahn Mannschaftsbus nach Baden-Württemberg. Der SSV startet mit der positiven Bilanz von drei Liga-Siegen in Serie in die Partie beim 1. FC Heidenheim. Zwischenzeitlich brachten die Heidenheimer der Jahnelf aber auch eine bittere Pokal-Niederlage (2:5) bei. "Bis auf das Liga-Heimspiel in der vergangenen Saison waren alle Partien gegen den FCH eng umkämpft. Beiden Mannschaften war stets der unbedingte Wille anzumerken, die Punkte zu holen. Genau das erwarte ich morgen auch", erklärt Achim Beierlorzer. Die Jahn Marschroute für das Auswärtsspiel ist klar:"Wir wollen aggressiv unterwegs sein und dem Gegner möglichst wenige Torchancen zugestehen."

 

Der Kader:

Nur Adrian Fein fällt für die Partie beim 1. FC Heidenheim aus. 23 gesunde Feldspieler arbeiteten somit in dieser Woche unter den Augen von Achim Beierlorzer und seinem Trainerteam am Kaulbachweg. Zwangsläufig ergibt sich dabei schon bei der Auswahl des 18er-Kaders die ominöse "Qual der Wahl". "Das sind harte Entscheidungen", erklärt der Jahn Chef-Trainer, der auch Einblicke in die Überlegungen gewährt, die er und sein Team vor jeder Partie anstellen. Abgesehen von der zum Gegner passenden Startelf gehe es nämlich auch darum, über die Besetzung der Bank alle elf Positionen abzudecken, um für sämtliche Eventualitäten im Spielverlauf gewappnet zu sein. "Mein und unser Job ist es die Mannschaft so zusammenzustellen, dass wir die größte Möglichkeit haben erfolgreich zu sein."

 

Der Gegner:

Seit 2007 (!) ist Chef-Trainer Frank Schmidt in dieser Funktion für den 1. FC Heidenheim tätig. Die Partie gegen den SSV Jahn wird bereits seine 420. auf der Bank seines Heimatvereins - Schmidt wurde 1974 in Heidenheim geboren. Jahn Kapitän Marco Grüttner kennt den FCH als Schwabe bestens und berichtet im Stadionmagazin der Gastgeber unter anderem davon, dass er noch selbst gegen den Coach des FCH gespielt habe. Der Entwicklung der Brenzstädter zollt er Respekt: "Ich bin sehr beeindruckt von dem, was hier auf die Beine gestellt wurde. Den Verein zeichnet ein klarer Weg aus, Heidenheim macht nichts 'Wildes', es ist alles durchdacht und so wird Jahr für Jahr eine schlagkräftige Mannschaft auf die Beine gestellt", so Grüttner.

 

In dieselbe Kerbe schlägt auch Jahn Chef-Trainer Achim Beierlorzer, der die schrittweise Entwicklung des Clubs von der Ostalb "vorbildlich" nennt. In dieser Spielzeit macht Beierlorzer einen Unterschied aus: Der Stil der Heidenheimer sei "spielerischer". "Ich glaube Frank Schmidt hat sich vor der Saison überlegt, wie er neue Impulse in die Mannschaft bringen kann - und das ist ihm geglückt. Heidenheim hat sich punktuell verstärkt und versucht nun verstärkt spielerisch nach vorne zu kombinieren. Und dort haben sie überragende Individualisten, die immer für Tore gut sind." Dabei spricht Beierlorzer nicht nur von Marc Schnatterer (seit 2008 beim FC, bislang 382 Pflichtspiele und 114 Tore), sondern unter anderem auch von Robert Glatzel (bislang elf Tore in 15 Liga-Spielen 2018/19) und Nikola Dovedan (sechs Tore und fünf Vorlagen im selben Zeitraum). Der Jahn Coach bringt es auf den Punkt: "Heidenheim ist eine etablierte Zweitliga-Mannschaft mit viel individueller Klasse."

 

Das Hinspiel:

Neun Punkte holte die Jahnelf aus der ersten englischen Woche dieser Spielzeit. Zwischen den Auswärtssiegen gegen den Hamburger SV und den MSV Duisburg besiegte der SSV auch den 1. FC Heidenheim (2:1). Die Treffer erzielten Sargis Adamyan und Marco Grüttner nachdem Robert Glatzel die Gäste früh in Führung gebracht hatte. 

 

Die Zahlenspiele:

  • In 12 Pflichtspielen gegen den 1. FC Heidenheim war die Jahnelf 5 mal siegreich, spielte weitere 5 mal remis und unterlag nur 2 mal; in der 2. Bundesliga gewann der SSV bis dato gar 100% der Aufeinandertreffen.
  • "Der frühe Vogel": 19 Treffer erzielte der 1. FC Heidenheim bislang in der 1. Halbzeit. Genauso viele wie der SC Paderborn, 1 weniger als der 1. FC Köln, Liga-Primus in dieser Statistik. Die Jahnelf liegt dagegen ligaweit an der Spitze, wenn es um Tore in der Anfangsviertelstunde geht (8, genau so viele wie Holstein Kiel).
  • 37 Tore erzielte die Mannschaft von der Ostalb bisher insgesamt. So viele wie nie zuvor zum selben Zeitpunkt seit dem Aufstieg 2014.
  • 10 Aluminium-Treffer verbucht der SSV im bisherigen Saisonverlauf. Der Liga-"Bestwert" (11) wird von Darmstadt 98 gehalten.
  • Heidenheim führt gemeinsam mit Dynamo Dresden ligaweit die wenigsten Zweikämpfe (197) pro Partie, der SSV dagegen die meisten (248).

Sei live dabei:

Alle Infos rund um das Auswärtsspiel an der Ostalb findet Ihr hier. Selbstverständlich gibt es an der Tageskasse auch noch Karten für Kurzentschlossene. Für alle, die nicht live vor Ort sein können, besteht die Möglichkeit, das Spiel über die bekannten Kanäle zu verfolgen: Turmfunk und Live-Ticker berichten live vom Geschehen auf dem Rasen. Außerdem überträgt Radio Charivari das Spiel in Ausschnitten und der Bezahlsender Sky zeigt die vollen 90 Minuten.

 

Stimmen zum Spiel sowie Spielbilder bis hin zur kompletten Partie könnt Ihr bereits zeitnah nach Abpfiff auf tv.ssv-jahn.de abrufen. Sichert Euch heute noch Euer Jahn-TV-Abo und schickt ab sofort jede Partie in die Verlängerung

Foto: Gatzka

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