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04.05.2017 Auf einen Blick Profis Tobias Braun

"Drei Punkte angehen!"

36. Spieltag: Rot-Weiß Erfurt

Endspurt! Nur noch drei Spiele sind in der diesjährigen Drittliga-Saison zu absolvieren, neun Punkte gibt es zu holen. Deren drei können und sollen morgen Abend beim FC Rot-Weiß Erfurt eingefahren werden. Zudem gilt es sich für eine knappe Hinspielniederlage zu revanchieren! Anpfiff im Steigerwaldstadion ist am Freitag um 19 Uhr.


Die Jahnelf:

Im Topspiel gegen Kiel kassierte der SSV Jahn eine bittere 0:3-Pleite und musste sich somit erstmals seit fünf Spielen wieder geschlagen geben, traf erstmals seit 14 (!) Begegnungen nicht mehr ins Tor des Gegners. Gegen defensiv stabile "Störche" gab es kein Mittel - doch davon wird sich die Jahnelf nicht runterziehen lassen. "Die Enttäuschung war natürlich da, aber ich fand das Spiel nicht schlecht", erklärt Jahntrainer Herrlich (die ganze Pressekonfernz seht ihr hier), "ich habe das Spiel ja wie immer analysiert: Wir hatten viel mehr Ballbesitz, wir hatten ein Eckenverhältnis von 12:4, wir hatten unsere Möglichkeiten - aber die hätten wir auch nutzen müssen, um dem Spiel eine Richtung zu geben. Und das haben wir verpasst." Die Mannschaft geht also wie immer motiviert in das Spiel bei RW Erfurt, Kiel wird nicht mehr in den Köpfen stecken: "Wir müssen uns einfach den Mund abputzen und ich habe das Gefühl, dass die Jungs alle fokussiert sind", so der Jahncoach.

 

Der Kader:

Gleich zwei Spieler kehren nach abgesessenen Sperren wieder in die Mannschaft zurück: Sowohl Andreas Geipl, der drei Spiele zusehen musste, als auch Kolja Pusch dürfen in Thüringen wieder mitmischen. Positiv ist auch, dass sich Marcel Hofrath gegen Kiel nicht schlimmer verletzt und seine Muskelverhärtung bereits wieder überstanden hat - er ist fit und einsatzbereit. An den anderen Ausfällen hat sich nichts getan, Patrik Dzalto, Markus Ziereis, Alexander Nandzik, Oliver Hein, Sven Kopp, Daniel Schöpf und Kevin Hoffman bleibt weiter nur die Zuschauerrolle.

 

Der Gegner:

Rot-Weiß Erfurt steckt noch mitten im Abstiegskampf und hat nur drei Punkte Vorsprung auf Bremen II. Doch die Thüringer sind brandgefährlich, wie Herrlich weiß: "Ihre Stärken liegen in der individuellen Klasse. Zu Kammlott brauchen wir glaube ich nicht viel sagen, Tyrala ist von der Qualität her ein Bundesligaspieler. Diese Spieler müssen wir in den Griff kriegen!" Zudem wird Erfurt alles in die Waagschale werden, um einen Riesenschritt in Richtung Klassenerhalt gehen zu können: "Sie müssen noch Punkte sammeln, die werden versuchen wieder Mal ein Spiel zu gewinnen. Aber wir haben auch die Riesenmöglichkeit aus Erfurt drei Punkte mitzunehmen - und das wollen wir angehen", ist er optimistisch. 

 

Das Hinspiel:

4.200 Zuschauer sahen Anfang Dezember eine mäßige Partie zweier Mannschaften, die sich von den Abstiegsrängen distanzieren wollten - viele Torchancen gab es nicht. Der Erfurter Carsten Kammlott war es dann im zweiten Durchgang, der mit einem absoluten Traumtor das 1:0 erzielte (62.), das später zur Wahl zum Tor des Monats Dezember nominiert wurde. Mit dem Schlusspfiff hatte der SSV aber trotzdem die Chance zum Ausgleich, als Andreas Geipl einen Strafstoß schoss - diesen aber leider nur an den Pfosten setzte (89.). So blieb es bei der Heimniederlage gegen RWE. "Wir werden versuchen diese Hinspielniederlage wieder wett zu machen", gibt Heiko Herrlich die Richtung vor.

 

Zahlenspiele:

  • Der SSV ist seit 9 Auswärtsspielen oder seit 5 Monaten ungeschlagen - Topwert der Liga!
  • Erfurt ist seit 8 Spielen sieglos, spielte zuletzt aber 5-mal unentschieden.
  • Alle 3 Abendspiele gegen Rot-Weiß gingen bisher 1:0 aus. Die Bilanz gegen RWE: 19 Spiele - 8 Siege - 4 Unentschieden - 7 Niederlagen - 24:23 Tore (seit 2000).
  • Die Thüringer führen die Ewige Tabelle der 3. Liga mit 459 Punkten an, sind der einzige Verein, der immer in dieser Spielklasse spielte. Der Jahn steht auf Platz 6 (338 Zähler) und kann mit einem Punktgewinn in die Top 5 einziehen und Unterhaching hinter sich lassen.
  • Rot-Weiß Erfurt hat in der gesamten Saison nur 20 Spieler eingesetzt - das ist der geringste Wert der Liga. Die Jahnelf steht in dieser Statistik bei 25 Akteuren. 

Sei live dabei:

Wer das Spiel nicht live im Steigerwaldstadion sehen kann, hat die Möglichkeit es via Turmfunk oder Live-Ticker zu verfolgen. Zudem bieten der Bayerische und der Mitteldeutsche Rundfunk Livestrams im Internet an.

Foto: Gatzka

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