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29.07.2017 Auf einen Blick Profis

SSV Jahn verliert knapp in Bielefeld

1:2-Niederlage nach Last-Minute-Treffer

Am Nachmittag verliert der Jahn sein Saisonauftaktspiel bei Arminia Bielefeld mit 2:1. Die Hausherren erzielen den Schlusstreffer erst in der 90. Spielminute.

 

Ein langes Abtasten erlebten die Zuschauer in der Bielefelder SchücoArena im Duell zwischen der Arminia und dem SSV Jahn nicht. Beide Mannschaften begannen ihre erste Partie in der neuen Spielzeit mit offenem Visier und reichlich Offensivdrang. Zu Anfang waren vor allem die Hausherren gefährlich. Klos (8. Spielminute) und Hemlein (22.) hatten gute Gelegenheiten ihre Farben frühzeitig in Front zu bringen. Den Führungstreffer erzielte aber der Jahn. Marco Grüttner, der den SSV erstmals als Kapitän aufs Feld führte, bediente Jann George mustergültig und dieser behielt frei vor Ortega die Nerven – 1:0 (23.).

 

Es blieb wild. Beide Mannschaften attackierten, leisteten sich aber auch zahlreiche einfache Fehler. So entstanden immer wieder Torgelegenheiten auf beiden Seiten. Hemlein verzog aus aussichtsreicher Position komplett (33.) und Grüttner wurde von Adamyan geschickt, konnte aber aus schwierigem Winkel nicht auf 2:0 erhöhen (34.) Den zu diesem Zeitpunkt  verdienten Ausgleichstreffer erzielte der agile Staude. Nach einem Ballverlust des Jahn wurde er auf links in Szene gesetzt, zog in Richtung Jahn Sechzehner nach innen und bezwang den chancenlosen Pentke mit einem Schuss ins kurze Eck (39.) Doch noch war nicht Halbzeit. Der SSV hatte in Person von Marco Grüttner quasi mit dem Pausenpfiff noch die Möglichkeit wieder mit 2:1 in Führung zu gehen. Doch der Mittelstürmer verfehlte das Tor frei vor Ortega knapp (44.).

 

Beide Trainer schickten ihre Mannschaften nach dem Seitenwechsel unverändert aufs Feld. Die Teams agierten weiterhin offensiv, jedoch etwas strukturierter. Chancen gab es aber nach wie vor in hoher Frequenz. Nach einer guten Stunde parierte Pentke eine Direktabnahme von Staude hervorragend mit dem Fuß, im Gegenzug versuchte Grüttner Ortega aus kurzer Distanz mit einem Heber zu überwinden, doch der war ebenfalls zur Stelle. Wenig später verfehlte der eingewechselte Weihrauch das Jahn Tor mit einem Kopfball. Die größte Gelegenheit der Arminen hatte aber Klos, der im Duell mit Marvin Knoll aufs kurze Eck abschloss, doch Pentke war erneut mit dem Fuß zur Stelle und wehrte das Spielgerät an den rechten Torpfosten ab. Um ein Haar hätte "Wastl" Nachreiner, der nach der Einwechslung von Asger Sörensen für Bene Saller auf die Rechtsverteidigerposition rutschte, Marco Grüttner mit einer butterweichen Flanke das 2:1 aufgelegt, doch dem Kapitän blieb das Pech hold, sein Kopfball landete nur am Querbalken (75.).

 

In den Schlussminuten nahm die Partie noch einmal an Fahrt auf. Zunächst sah Nils Teixeira wegen groben Foulspiels gegen Alex Nandzik die rote Karte. Dann die ganz bittere Pille für die Jahnelf: nach einem langen Ball der Arminen kam es zu einem Missverständnis zwischen Philipp Pentke und Marvin Knoll. Letzterer wollte den Ball mit dem Kopf zu seinem herausgeeilten Keeper spielen, doch der Ball geriet zu kurz und so konnte Sporar dazwischenspritzen und Pentke zum 2:1 für die Ostwestfalen überwinden (90.). Der SSV warf in den verbleibenden Minuten noch einmal alles nach vorne, doch der Treffer wollte den Mannen von Achim Beierlorzer nicht mehr gelingen. Somit hatte sich der SSV als Gegner auf Augenhöhe präsentiert, der verdiente Lohn blieb aber aus.

 

Am kommenden Sonntag geht es nun gegen den  1. FC Nürnberg vor heimischer Kulisse um Punkte.  

 

Arminia Bielefeld: Ortega – Teixeira, Bömer, Salger, Hartherz – Hemlein (65. Weihrauch), Prietl, Kerschbaumer (78. Putaro), Staude - Klos, Voglsammer (71. Sporar) 

 

SSV Jahn: Pentke – Saller (63. Sörensen), Nachreiner, Knoll, Nandzik – George, Lais, Geipl (88. Gimber), Mees – Adamyan (71. Nietfeld), Grüttner 

 

Tore: 0:1 George (23. Spielminute), 1:1 Staude (39.), 2:1 Sporar (90.).

 

Gelb: Hemlein, Voglsammer / Geipl, Saller, Gimber.

 

Rot: Teixeira (84.)

 

Zuschauer: 17.333

 

 

Fotos: Gatzka

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