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21.02.2017 Brücken für Regensburg Jahn Patenschaften Alexander Hahn

Jahn Patenschaft

Auftaktveranstaltung in KETO-Notaufnahmeeinrichtung

Am Montag, den 20. Februar, war es endlich soweit. Ein weiteres Projekt von „Brücken für Regensburg“, der Sozialinitiative des SSV Jahn, feierte seine Premiere: „Jahn Patenschaft“.

 

„Jahn Patenschaft“ richtet sich speziell an junge Flüchtlinge in Regensburg und ganz Ostbayern. Der Fußball fungiert dabei als verbindendes Element zwischen den Flüchtlingen auf der einen und der Jahn Delegation, die die jeweilige Einrichtung besucht, auf der anderen Seite und erleichtert die erste Kontaktaufnahme. Den jungen Flüchtlingen soll neben einer  Ablenkung vom Alltag auch die Möglichkeit geboten werden, in Kontakt mit Gleichaltrigen zu treten, die deutsche Kultur näher kennenzulernen und im Idealfall auch ihre Kenntnisse der deutschen Sprache auszubauen. Die Aufmerksamkeit von einem Profifußballverein soll ihnen Selbstvertrauen geben und ein Willkommensgefühl vermitteln.

 

In der TELIS FINANZ AG hat „Jahn Patenschaft“ dazu einen starken Förder-Partner, der das Projekt ermöglicht und den Teilnehmern durch Willkommensgeschenke, die an den Besuch der Jahn Delegation anschließende Einladung zu einem Heimspiel des SSV Jahn und vielen weiteren kleinen Gesten ein unvergessliches Erlebnis bereitet.

 

Zum Auftakt der Veranstaltungsreihe geht es für Simon, Felix, Moussa und Daniel aus der U19-Mannschaft des SSV Jahn also zur KETO-Notaufnahmeeinrichtung nach Schwandorf. Dort werden Sie bereits erwartet und herzlich willkommen geheißen. Bei einem Tee kommen die Nachwuchstalente umgehend mit den dort wohnhaften Jugendlichen, die aus Afghanistan und dem Irak stammen, ins Gespräch. Bald stellt sich heraus, dass viele Parallelen zwischen den Jungs bestehen. Vor allem der Sport nimmt dabei eine zentrale Rolle ein. Während die Jahn Nachwuchshoffnungen jedoch natürlich dem Fußball verbunden sind, gehen Bilal, Aziz und ihre Freunde in erster Linie dem afghanischen Volkssport Cricket nach. So wird für den nächsten Besuch, der schon bald stattfinden soll, kurzerhand eine Cricket-Trainingsstunde vereinbart. Aber auch Fußball nimmt einen großen Part im Leben der Jugendlichen ein: besonders Amir, das einzige aus dem Irak stammende Mitglied der Wohngemeinschaft, zeigt Felix und Simon immer wieder Fotos aus seiner Heimat, auf denen er als Spieler in den höchsten irakischen Ligen zu sehen ist. Vielleicht gibt ihm das Beispiel von Moussa, der selbst aus seiner Heimat, Guinea, nach Deutschland flüchten musste und nun als U19-Spieler des Jahns am Tisch sitzt, die Kraft und Motivation, um auch hier in Deutschland eine Karriere als Fußballer anzustreben.

 

Die Gespräche verstummen, als Sohail – gleichzeitig der Spaßvogel der Gruppe – das Essen serviert. Extra für den Besuch hat er seine afghanische Leibspeise gekocht: einen Eintopf mit Rosinenreis und Hähnchen. „Bei diesem leckeren (und noch dazu gesunden) Essen haben wir ja noch einen Grund mehr, zukünftig noch öfter bei Euch vorbeizuschauen“, loben die Jahn Spieler den Koch einhellig. 

 

Spätestens nach dieser gemeinsamen Mahlzeit ist das Eis zwischen den Jugendlichen endgültig gebrochen und so geht es zu einem Abschlussspiel an den Kicker. Bei den Spielen in Mixed-Teams stechen insbesondere Moussa sowie Mansour und Mukthar durch ihr Talent an den Drehmännchen hervor.

 

Nach drei kurzweiligen Stunden wird es für die Jahn Delegation Zeit, die Heimreise anzutreten. Dies geschieht jedoch nicht, ehe nicht die von Projekt-Partner TELIS FINANZ AG ermöglichte Einladung zu einem Heimspiel des SSV Jahn auszusprechen und die entsprechende Fanausrüstung zu übergeben.

 

Und manchmal meint es der „Fußballgott“ wirklich gut: da die U19 des Jahn an diesem Tag spielfrei hat, kann es bereits am 4. März zum Drittligaspiel des SSV Jahn gegen die Sportfreunde Lotte zum Wiedersehen kommen.  

Jahn Sozial Hauptförderer

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