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SSV Jahn, Regensburg, Fußball, 2. Bundesliga, Dario Vizinger

100 Prozent Vizinger

Der Jahn Neuzugang im Porträt
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Dario Vizinger ist im Sommer als letzter Neuzugang zur Jahnelf gestoßen. Das Porträt über ihn zeigt einen jungen Kroaten, der schon früh in seinem Leben ein ganz großes Ziel hatte: Fußballprofi werden.

Dario Vizinger mag die Formel 1. Und er mag Red-Bull-Pilot Max Verstappen. „Er ist ein bisschen verrückt“, sagt Vizinger und lacht. „Aber welcher Rennfahrer ist das nicht? Man muss nur sehen, wie schnell sie mit den Autos fahren. Und Max Verstappen ist jemand, der immer an sein Limit geht, das gefällt mir.“ Für Formel-1-Fahrer ist es wichtig, dass sie im Moment leben, die nächste Kurve im Fokus haben. Der Blick darf sich nicht zu sehr weiten, sonst wird es gefährlich. Das sind Eigenschaften, die auch auf den Fußballer Dario Vizinger zutreffen. „Ich mag es nicht, weit in die Zukunft zu schauen, denn am Ende kommt es im Leben ohnehin oft anders als man denkt“, sagt er.

Vizinger lebt im Moment und die Gegenwart heißt für ihn SSV Jahn Regensburg. Am letzten Tag der Transferperiode wurde er vom Wolfsberger AC aus der ersten österreichischen Liga ausgeliehen. Der Stürmer weiß, wie es ist, per Leihe für einen Verein zu spielen. Mit 24 Jahren ist es bereits die dritte Leihe seiner Karriere. Ein Problem hat er damit nicht, denn seine Devise lautet: „Gib immer 100 Prozent im Moment. Das heißt, ich gebe jetzt für diese Saison 100 Prozent für den SSV Jahn. Denn ich bin davon überzeugt: Nur wenn du 100 Prozent gibst, dann gibt dir der Fußball auch etwas zurück.“ 100 Prozent Fußball. Einen Fußballer hat sich Vizinger auch auf seinen linken Arm tätowieren lassen. Genauso wie ein Symbol für sein Sternzeichen Zwilling – und einen Löwen. „Das stärkste aller Tiere“, sagt Vizinger.

Früh für den Fußball gelebt

100 Prozent für den Fußball zu geben, das hat Dario Vizinger früh gelernt. „Seit ich gehen konnte, habe ich mich nur für den Fußball interessiert“, sagt er und blickt zurück: „Ich habe immer davon geträumt Profifußballer zu werden. Dafür habe ich jeden Tag gearbeitet.“ Mit sieben Jahren ist er in den ersten Verein eingetreten, später wechselte er in den Nachwuchs von Erstligist Varazdin, der nächstgrößeren Stadt. Als er gerade einmal 16 Jahre war, kam ein entscheidender Schritt. HNK Rijeka klopfte an und wollte ihn verpflichten. Der Wechsel zum kroatischen Top-Club, bei dem er im ersten Jahr einen Amateurvertrag und im zweiten Jahr einen Profivertrag unterschrieb, war sportlich logisch. Er bedeutete aber auch, dass er erstmals alleine weg sein würde von der Familie. „Ich wollte es unbedingt. Und wenn du im Fußball etwas erreichen willst, dann musst du auch bereit sein etwas dafür zu machen“, sagt er. Gemeinsam mit zwei Spielern aus Varazdin wechselte er also nach Rijeka. Vizinger merkte: Der Traum vom Fußballprofi kann Realität werden. Als er in der ersten Liga debütierte, war er gerade einmal 17 Jahre alt.

„Ich habe immer davon geträumt Profifußballer zu werden. Dafür habe ich jeden Tag gearbeitet.

Es folgten Leihen, in die zweite kroatische Liga und in die erste slowenische Liga. Mit NK Celje wurde Vizinger 2020 slowenischer Meister. Dann war die Zeit gekommen für den nächsten Karriereschritt. Ab nach Österreich zum Wolfsberger AC. In zwei Jahren hat er dort viel erlebt. Er hat elf Tore in der österreichischen Bundesliga geschossen und zehn vorbereitet, zudem spielte er mit Wolfsberg international. „Ich war immer noch ein junger Spieler und wollte keinen zu großen Sprung auf einmal machen. Deshalb war Wolfsberg für mich genau der richtige Schritt“, sagt er rückblickend.

Nun also der Jahn. Die 2. Bundesliga hat Vizinger vergangene Saison bereits verfolgt. Mit Gruam Giorbelidze spielte ein ehemaliger Mitspieler aus Wolfsberg für Dynamo Dresden. „Ich habe ihn und die gesamte Liga verfolgt“, sagt der Angreifer. „Es ist eine intensive Liga, es gibt keine einfachen Spiele und jeder kann jeden schlagen“, schätzt er ein. Vizinger mag das: „Du hast als Spieler jedes Wochenende eine große Herausforderung. Das ist gut, denn dadurch kannst du dich stetig verbessern und entwickeln.“ Und es werden jedes Spiel 100 Prozent abverlangt. Genau das was Vizinger zeigen will.

Positive Grundeinstellung

Zum Jahn ist der Stürmer in einer nicht einfachen Situation gekommen. Vor seinem ersten Einsatz für die Jahnelf hatte die Mannschaft zwei Spiele mit 0:10 Toren verloren. Auch in den ersten beiden Spielen mit ihm gelang kein Sieg. „Es sind Phasen und Situationen, die alle Teams durchmachen. Wichtig ist, dass man als Team dennoch immer weiter zusammensteht“, weiß er. Kein Grund aufzugeben. „Ich bin ein Typ, der versucht immer positiv zu bleiben. Fußballer zu sein ist einer der privilegiertesten Jobs, die du haben kannst. Du musst es genießen. Schwierige Phasen kommen, aber im Fußball kann sich auch alles schnell drehen.“ Zuletzt, im dritten Einsatz Vizingers für den SSV Jahn, gelang der Jahnelf dann auch endlich wieder ein Sieg: 2:0 gegen den FC St. Pauli. Gerade für das Spiel nach vorne brauche es Selbstvertrauen, sagt Vizinger. Selbstvertrauen, das nach dem Erfolgserlebnis für die kommenden Spiele wieder größer werden dürfte.

"Ich versuche immer positiv zu bleiben. Fußballer ist einer der privilegiertesten Jobs. Du musst es genießen."

Beim Jahn hat sich Vizinger schnell zurückgefunden. „Wir haben hier ein tolles Team mit guten Charakteren. Ich wurde vom ersten Tag sehr gut aufgenommen. Es ist wichtig, dass man ein Team hat, in das man sich schnell integrieren kann.“ Dass Vizinger deutsch gut versteht und vieles auch auf Deutsch sagen kann, hilft natürlich. Die Stadt hat sich der 24-Jährige schon angeschaut, soweit es die Zeit zugelassen hat, er war schon mit Teamkollegen Kaffeetrinken in der Innenstadt. „Regensburg ist wirklich schön“, sagt er. Noch ist Vizinger alleine hier, seine Freundin wird aber bald aus Kroatien nachkommen.

Vizinger will sich vor allem auch auf dem Platz schnell zurechtfinden. Die Jahn Spielweise war ein Faktor, warum er sich für die Leihe nach Regensburg entschieden hat. „Ich bin nicht der Stürmer, der nur vorne steht und auf den Ball wartet. Ich mag es fürs Team zu arbeiten. Beim Jahn ist es so, dass jeder verteidigt und jeder angreift. Mir gefällt dieser Stil, weil immer etwas passiert auf dem Feld.“ Die ersten Kurzeinsätze im Jahn Trikot liegen hinter ihm, bald sollen es mehr Minuten werden und dann auch die ersten Tore. Vizinger ist heiß auf die Saison mit dem Jahn. Denn der 100-Prozent-Typ lebt aktuell in Regensburg seinen Traum vom Fußballprofi.

Foto: Janne
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